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bestverdienende Musiker

Musikindustrie – die bestbezahlten Musiker der Welt

Das Einkommen von Musikern, gleichgültig welche Musikrichtung sie vertreten, stammt aus verschiedenen Quellen, aus Merchandising, Live-Konzerten, aus dem CD-Verkauf, aus Tantiemen und von Streamdiensten. Und es zeigt sich je nach Musiker unterschiedlich. Gegenwärtig liegt Dr. Dre, mit bürgerlichem Namen Andre Young, weltweit an der Spitze der am besten verdienenden Musiker. Der amerikanische Rapper, Begründer des G-Funks, gilt als Vorreiter und Initiator für den Erfolg von Eminem und 50 Cent. Doch sein Einkommen, geschätzte 499 Millionen Euro, hat er zum Großteil Beats zu verdanken, der Kopfhörer-Marke, bei der als Mitbegründer agierte. Zum Preis von mehreren hundert Millionen Euro konnte sie erfolgreich an Apple verkauft werden. Der Spitzenreiter verdankt seinen Reichtum also nur indirekt der eigenen Musik. Doch wie gestaltet sich die Situation bei den anderen Musikern?

Mit Tourneen Geld verdienen

Beinahe alle Musiker lukrieren den Großteil ihres Einkommens aus Tourneen. Als Beispiel sei die „Where-We-Are“-Tournee von One Direction genannt. Sie gilt als eine der erfolgreichsten in der Musikgeschichte. Ausverkauft in London wie in Buenos Aires, in Stockholm wie in New York, brachte sie über 300 Millionen Dollar ein. Der Erfolg stellte selbst die Monster-Tour von Rihanna und Eminem in den Schatten, die sich über ihr Einkommen aus Konzerten in Passadena, New York und Detroit ebenfalls nicht beklagen konnten. Doch auf der Rankingliste der am meisten verdienenden Musiker der Welt sind Rihanna und Eminem nicht unter den ersten zehn zu finden. Da stechen andere Namen hervor, etwa Beyonce. Seit 2003 als Popsängerin aktiv, verkaufte sie bisher über 120 Millionen Tonträger. Bei Live-Auftritten, wie etwa in ihrer „Mrs. Carter-Show“, liegt ihr Verdienst bei rund 1,5 Millionen Euro pro Konzert. Ihr Ehemann Jay-Z kann sich pro Auftritt ebenso über sein Einkommen freuen, liegt es doch nur knapp unter dem seiner Frau, bei 1,1 Millionen Euro. Nicht verwunderlich, dass die beiden laut Forbes-Magazin als die Nummer Eins der reichsten Paare gelten. Gesamt wird ihr Einkommen auf 93 Millionen Euro geschätzt. Knapp darunter, auf Platz Drei des Rankings, rangieren The Eagles. Die Tickets für ihr Konzert in der American Airlines Arena in Miami kosten zwischen 125 Euro und 250 Euro, wobei die Arena ein Fassungsvermögen von 20.000 Zuschauern aufweist. Dass das Gesamteinkommen von The Eagles bei 80 Millionen Euro liegt, kann aufgrund derartiger Zahlen nicht verwundern. Obwohl bei der Tournee 2013 nur mehr ein ehemaliges Bandmitglied mitspielte, tat der Umstand dem Gewinn keinen Abbruch. „How Long“ hieß einer ihrer Song. Und wer die Frage aufwirft „How long?“ oder wie lange werden sie noch gut verdienen, dem sei geantwortet, dass es gerade die „Alten“ sind, die im Einkommensranking vorne liegen. Bon Jovi, auf Platz Vier, weist ein Einkommen von 66 Millionen Euro auf. Rockend ließ die Band auf ihren Tourneen die Ticketkassen klingeln. Hard Rock, Pop Rock, Glam Metal und Stadionrock, Blues Rock und Heavy Metal waren und sind die Welt von Bon Jovi, über 60 Millionen Euro wert.

Tonträgerverkauf und Streamdienste

Doch nicht nur auf Live-Konzerten lässt sich in der Musikszene Geld verdienen, sondern auch mit dem Verkauf von Tonträgern und über Streamdienste, nicht so schnell, nicht so viel, doch kontinuierlich. Besonders das Geschäft mit Streamdiensten zeigt sich als mühevolles Unternehmen. Um 100 Euro über den Anbieter Spotify verdienen zu können, muss ein Song immerhin 24.000mal aufgerufen werden. Doch Streaming nimmt eine immer wichtigere Rolle am Musikmarkt ein. Wurden 2008 nur 8 Prozent des digitalen Umsatzes über Streaming gemacht, waren es 2013 bereits 27 Prozent. Tendenz steigend. Beim Verkauf von Alben über iTunes sieht die Einkommenshöhe besser aus. 14 Alben im Schnitt ergeben einen Verdienst für den Musiker von 100 Euro. Doch die Einkommensquellen sind als zusätzlich zu betrachten, neben Tourneen und sonstigen Tantiemen. Bruce Springsteen, Nummer Fünf auf der Rankingliste, verkaufte insgesamt rund 120 Millionen Tonträger, neben Live-Konzerten und anderen Auftritten. Justin Bieber ließ 12 Millionen Alben und 9 Millionen Singles über die Ladentische wandern. Er ist Nummer Sechs der weltweit bestverdienenden Musiker. Erst 1994 geboren, hält er bei einem Einkommen von 64 Millionen Euro. 2011 erklärte ihn das Forbes Magazin zum zweitbestbezahlten Mann unter 30. 2014 erschien das vierte Album von One Direction, der Nummer Sechs im Einkommensranking mit dem bezeichnenden Namen „Four“. Über Spotify kommen auf die Band weltweit 1,9 Milliarden Hörer. Allein in den USA wurde One Direction bereits 11,6 Millionenmal am Streamer gehört. Die Rechnung geht auf, selbst wenn Spotify nur zwischen 0,6 und 0,85 Cent pro Song an den Rechteinhaber ausschüttet. Knapp hinter One Direction findet sich ein Urgestein der Musikwelt, Paul McCartney mit einem Einkommen von 57 Millionen Euro. Heute 63 Jahre alt, ist es keineswegs still um den Ex-Beatle geworden. Hinter Paul McCartney rangiert Calvin Harris, der schottische Musiker mit dem bürgerlichen Namen Adam Richard Wiles. Calvin Harris arbeitet auch als DJ, doch nicht als irgendein DJ. Er gilt als der bestbezahlte DJ der Welt. Er ist nicht im Nebenjob als DJ tätig, sondern lässt sich als Schauspieler engagieren, Toby Keith, der amerikanische Countrysänger. Als Nummer Zehn bildet er den Abschluss der Top Ten. „How do you like me now?“ fragt er seine Fans in einem Song. Doch, auch wenn er nur das Schlusslicht bildet, wird sich an der Sympathie seiner Fans nichts ändern. Ein zweistelliges Millioneneinkommen ist ihm ebenfalls sicher.

Grafik: © Statista

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