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News zu Abgasnorm

Eine Abgasnorm (z. B. Euro-Norm) legt für Kraftfahrzeuge Grenzwerte für Abgase von Kohlenstoffmonoxid (CO), Stickstoffoxide (NOx), Kohlenwasserstoffe (HC) und Partikel (PM) fest und unterteilt die Fahrzeuge somit in Schadstoffklassen, denen bestimmte Emissionsschlüsselnummern zugewiesen werden, die unter anderem der Berechnung der Kfz-Steuer und der Einteilung in Schadstoffgruppen für Umweltzonen dienen. Die Grenzwerte unterscheiden sich dabei sowohl nach der Art des Motors (Otto- oder Dieselmotor) als auch nach Kraftfahrzeugtyp (Pkw, Lkw und Omnibusse, Zweiräder und Mopeds) und unterliegen im europäischen Raum einer zunehmenden Verschärfung. Die Werte werden bei der Typprüfung im Fahrzyklus gemessen. Der Fahrzeughersteller muss die Einhaltung dieser Grenzwerte für eine festgelegte Zeitspanne und Kilometerleistung garantieren. Dies geschieht durch eine Feldüberwachung mit Rückruf bei systematischen Fehlern. Bei bestimmten Fahrzeugen sind zusätzlich die Emissionen der Kraftstoffverdampfung begrenzt und eine On-Board-Diagnose (OBD) vorgeschrieben.
Für den Ausstoß des Treibhausgases Kohlenstoffdioxids (CO2) gelten keine Grenzwerte für einzelne Fahrzeuge, sondern es gilt ein Grenzwert für den Flottenverbrauch.
Kalifornien darf als Wiege der Abgasgesetzgebung gelten. Die spezielle klimatische und geographische Situation im Westen der USA, die sehr smoganfällig ist, führte schon Anfang der 1960er Jahre zu den ersten Abgasgrenzwerten im Straßenverkehr. Dazu wurde 1967 die „California Air Resources Board“ – CARB gegründet. Daneben gibt es heute die Bundesbehörde Environmental Protection Agency (EPA).

Die ersten einheitlichen Abgasvorschriften in der Europäischen Gemeinschaft (EG) traten 1970 in Kraft. Begrenzt wurden die Emissionen von Kohlenmonoxid und Kohlenwasserstoffen. 1977 wurden die Stickstoffoxide als zusätzlich zu begrenzende Abgasinhaltsstoffe eingeführt. Grenzwerte für Partikel (Ruß) aus Dieselmotoren wurden 1988 eingeführt. Für Lastkraftwagen und Busse wurden 1988 Grenzwerte für Abgasinhaltsstoffe erstmals europaweit festgelegt. Für Motorräder und Mopeds gibt es seit 1997 europaweit festgelegte Abgasgrenzwerte. Die Abgasvorschriften wurden seitdem stufenweise verschärft. Diese Verschärfung betrifft die Höhe der Emissionswerte und deren dauerhafte Einhaltung. Einige Testabläufe wurden „strenger“ definiert.

In der EU legt die Richtlinie 2007/46/EG einen gemeinsamer Rechtsrahmen für die Typgenehmigung von Pkw, Lkw und Bussen fest. Es bestehen einerseits Rechtsvorschriften zur Festlegung von Emissionsgrenzwerten, wie z. B. Verordnung 715/2007/EG zur Einführung der Abgasnormen Euro 5 und 6. Es bestehen andererseits Durchführungsvorschriften zur Festlegung der Prüfverfahren.

Während für Pkw sowie für Motorräder und Mopeds die Abgasgrenzwerte fahrstreckenbezogen sind (Schadstoff pro Kilometer), werden bei Lastkraftwagen und Bussen die Abgasgrenzwerte auf die abgegebene Arbeit des Motors bezogen (Schadstoff pro Kilowattstunde). Bei Pkw werden die Grenzwerte mit einem Rollenprüfstandstest ermittelt, wohingegen bei Lkw und Bussen ein stationärer 13-Stufen-Test auf dem Motorenprüfstand Anwendung fand, der aber ab Euro 3 durch ein dynamisches Testverfahren ersetzt wurde.

Bis einschließlich der Abgasnorm Euro 2 wurden die Motoren 40 Sekunden im Leerlauf warmgelaufen, bevor die Abgasmessung gestartet wurde. Mit der Abgasnorm Euro 3 entfiel dieser Vorlauf. Da der Katalysator beim Motorstart noch kalt ist und damit keine Schadstoffe umwandeln kann, sind die ersten Sekunden nach dem Start mit einem besonders hohen Schadstoffausstoß verbunden. Dies erklärt auch, warum bei der Abgasnorm Euro 3 ein höherer Ausstoß von Kohlenstoffmonoxid als bei Euro 2 erlaubt ist.
Neben den europäischen Normen gibt es noch die D-Normen, die ausschließlich in Deutschland existieren und eine nationale Vorablösung darstellten. Die Grenzwerte von D3 und Euro 3 bzw. D4 und Euro 4 sind nahezu identisch. Allerdings erfolgte die Abgasmessung bei D3 noch nach einem 40-Sekunden-Vorlauf. Bei der Neuzulassung wurde D3 ab 2001 durch Euro 3 und D4 ab 2005 durch Euro 4 abgelöst.
Weil die Hersteller von Kraftfahrzeugen meist für internationale Märkte produzieren, müssen neben den europäischen Abgasbestimmungen auch andere nationale Normen in den jeweiligen Ländern berücksichtigt werden. Dies betrifft nicht nur unterschiedliche Grenzwerte mit Einsatz zu verschiedenen Zeitpunkten, sondern auch die jeweiligen Abgaszyklen und Messverfahren. Da in Brasilien die Euro-5-Abgasnorm für Schulbusse ab Januar 2012 verbindlich geworden ist, hat MAN Nutzfahrzeuge einen Großauftrag erhalten.

Flixbus-Chef: Werden 2017 erstmals profitabel sein

Das Fernbus-Unternehmen Flixbus wird nach eigenen Angaben dieses Jahr erstmals einen Gewinn erwirtschaften. “Ja, das werden wir schaffen”, sagte Flixbus-Chef und -Mitgründer André Schwämmlein der “Welt am Sonntag”. “Wir waren in Deutschland bereits im vergangenen Jahr in den schwarzen Zahlen und werden dieses Ziel für das Gesamtunternehmen dieses Jahr erreichen.” …

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Umfrage: Mehrheit befürwortet Innenstadt-Fahrverbot für Dieselautos

Bei zu hohen Stickoxid-Emissionen wollen künftig einige Großstädte wie Stuttgart, München oder Hamburg älteren Dieselfahrzeugen ganz oder teilweise die Einfahrt in ihre Innenstädte verbieten: Das hält nach einer Forsa-Umfrage im Auftrag des “Stern” eine Mehrheit von 59 Prozent der Bundesbürger für richtig, 38 Prozent lehnen solche Fahrverbote für Automobile, die …

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Münchens Oberbürgermeister erwägt Diesel-Fahrverbote

Angesichts neuer, beunruhigender Daten zur Luftbelastung in München denkt der Oberbürgermeister von Bayerns Landeshauptstadt, Dieter Reiter (SPD), über die Einführung eines flächendeckenden Diesel-Fahrverbotes nach. “So sehr ich mich freuen würde, wenn es ohne solche Verbote ginge, so wenig sehe ich, wie wir künftig weiter ohne Sperrungen auskommen werden”, sagte Reiter …

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Stuttgarts Oberbürgermeister mahnt Nachrüstung von Diesel-Autos an

Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn mahnt vor dem Autogipfel in Stuttgart die Autoindustrie zur Nachrüstung bei älteren Dieselfahrzeugen: “Es darf nicht nur ein bisschen Nachrüstung sein. Sie muss im Ergebnis mindestens so viel bringen wie Fahrverbote, und das muss belegt werden”, sagte der erste grüne Oberbürgermeister des Stadt dem “Handelsblatt”. Nur …

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Stickoxidemissionen: SPD-Ministerien machen Druck auf Autobranche

Nach Bundesumweltministerin Barbara Hendricks fordert nun auch das von Heiko Maas (beide SPD) geführte Bundesministerium für Verbraucherschutz von der Autobranche, angesichts des hohen Stickoxid-Ausstoßes der deutschen Diesel-Flotte die Wagen auf eigene Kosten nachzurüsten. “Die Automobilwirtschaft sollte die ab 2021 geltende zweite, strengere Stufe der RDE-Zulassung europaweit für alle neu zugelassenen …

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Städtetag rechnet mit Diesel-Fahrverboten in weiteren Städten

Fahrer von Diesel-Fahrzeugen müssen sich offenbar in weiteren deutschen Städten auf Fahrverbote einstellen: Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, Helmut Dedy, rechnet damit, dass “einige Städte mit zu hohen Stickoxidwerten dazu gezwungen sein könnten, begrenzte Verbote zum Schutz der Gesundheit zu erlassen”, berichtet die “Bild” (Donnerstag). Zuvor hatte die grün-schwarze Regierung …

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Schäuble befürchtet Minus bei der Maut

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) rechnet offenbar damit, dass die Mautpläne von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) mittelfristig zu Mindereinnahmen im Haushalt führen. Das berichtet das Hamburger Nachrichtenmagazin “Der Spiegel”. Hintergrund ist ein Kompromiss zwischen Dobrindt und der EU-Kommission, nach dem deutsche Autofahrer, deren Kfz die Abgasnorm Euro 6 erfüllen, unterm Strich …

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Bericht: Behörde prüft im VW-Skandal Rückforderung der Abwrackprämie

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Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) will eine Rückforderung der sogenannten Abwrackprämie für VW-Fahrzeuge, die mit manipulierten Dieselmotoren auf den Markt gekommen sind, prüfen. Zunächst müssten jedoch weitere Untersuchungsergebnisse zum Skandal vorliegen, berichtet “Manager Magazin Online” unter Berufung auf das Bafa: “Bevor die Frage beantwortet werden kann, ob die …

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Autoindustrie will zügige Ausweitung des Gigaliner-Feldversuchs

Berlin – Der Verband der Automobilindustrie (VDA) ruft die Politik dazu auf, den laufenden Feldversuch mit längeren Lastwagen auszuweiten. “Wir würden uns wünschen, dass die anderen Bundesländer ihre zögerliche Haltung überdenken, nachdem nun ja auch das Bundesverfassungsgericht den Feldversuch abgesegnet hat”, sagte Matthias Wissmann, Präsident des VDA der “Welt” (Print: …

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