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Schlagwort-Archive: Jahresarchive: Monatsarchive: Charles Taylor

Charles Ghankay Taylor war vom 2. August 1997 bis zum 11. August 2003 Präsident von Liberia.
Er war ein bekannter Kriegsherr im liberianischen Bürgerkrieg in den 1990er Jahren und wurde später zum Präsidenten gewählt. Seine Amtszeit war jedoch durch Rebellion und regionale Konflikte geprägt und er wurde nach einem erneuten Bürgerkrieg gezwungen, ins Exil zu gehen. Am 29. März 2006 wurde er beim Verlassen seines Exils in Nigeria im Grenzgebiet zu Kamerun festgenommen und in Sierra Leone inhaftiert. Nach dem Beschluss, den Prozess vor dem Sondergerichtshof für Sierra Leone aus Sicherheitsgründen nach Leidschendam-Voorburg bei Den Haag zu verlegen, wurde Taylor am 20. Juni 2006 überstellt, wo er sich wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen verantworten musste. Der Prozess wurde am 4. Juni 2007 offiziell eröffnet. Am 26. April 2012 erklärten ihn die Richter für schuldig. Taylor ist damit das erste afrikanische Staatsoberhaupt, das von einem internationalen Tribunal wegen Kriegsverbrechen zur Verantwortung gezogen wurde.

Menschenrechtsbeauftragter Löning: Taylor-Verurteilung wichtiges Signal

Berlin – Der Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik, Markus Löning, hat die Verurteilung von Charles Taylor als wichtiges Signal gelobt. Es sei ein “wichtiges Signal an die Opfer des schrecklichen Bürgerkrieges in Sierra Leone: Euer Leid ist nicht vergessen”, erklärte Löning in Berlin. Die Verurteilung sei aber auch eine wichtige …

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