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Präsident der Afrikanischen Union warnt Europa vor Abschottung

Der Präsident der Afrikanischen Union (AU), Alpha Condé, hat Europa vor einer Politik der Abschottung gewarnt. “Man kann die Grenzen nicht schließen”, sagte Condé, der als Präsident des westafrikanischen Staats Guinea den AU-Vorsitz turnusmäßig innehat, der “Welt” (Freitagsausgabe). “Die einzige Konsequenz ist, dass Menschen sterben werden”, sagte Condé mit Blick auf die Migration über das Mittelmeer.

“Europa muss vielmehr verstehen, dass man für eine Zeit lang mit dieser Situation leben muss”, sagte Condé. “Erst wenn Afrika sich entwickelt und die Menschen dort Arbeit finden, werden sie bleiben”, sagte der AU-Präsident. “Wir müssen unsere Partner in Europa überzeugen, dass es keine Lösung ist, die Grenzen zu schließen, sondern dass man in Afrika investieren muss.” Condé ist seit 2010 der Staatschef von Guinea und hat den AU-Vorsitz seit Anfang des Jahres inne.

Auf dem G20-Gipfel in Hamburg war er als Vertreter Afrikas anwesend, da Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die Entwicklung des Kontinents zu einem Schwerpunkt ihrer G20-Präsidentschaft gemacht hat. Condé begrüßte die deutsche G20-Initiative. “Bis jetzt war Deutschland nicht besonders präsent in Afrika”, sagte Condé. “Umso mehr sind wir begeistert vom neuen Engagement von Bundeskanzlerin Merkel.” Es gebe keine exklusiven Einflusszonen in Afrika für Frankreich oder China. “Es gibt nur ein Afrika, das sich entwickeln will.”

Foto: Europaflagge, über dts Nachrichtenagentur

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Ein Kommentar

  1. Nur beim Handel macht die EU keine Abschottung.
    Betrifft AfrikaReise v/d Bundeskanzlerin Merkel-Oktober 2016
    Wenn man Artikel in Fuldainfo.de(8.Oktober)+Heise.de/Tel (1.Oktober 2016) liest war die MerkelAfrikaReise fast eine Unverschaemtheit.Dort wird beschrieben wie desaströse EU-Freihandelsdeals Afrika aufgenötigt wurden.Der frühere Bundespräsident Horst Köhler hat dem Westen i/d Afrika-Politik Heuchelei+koloniales Denken vorgeworfen.
    Seit mehr als zehn Jahren bemüht sich EU, mit afrikanischen Ländern langfristige Freihandelsabkommen (EPA-EconomicPartnershipAgreement) abzuschließen,um diese in ein möglichst enges ökonomisches Abhängigkeitsverhältnis zumanövrieren.Langfristige Strategie Brüssels erinnert an das Vorgehen eines Drogendealers,Kolonialismus+RaubtierKapitalismus in uebelster Form.Wachsende afrikanische Abhängigkeiten verschafften Brüssel den Hebel,m/d der afrikanische Widerstand gegen weitgehende Öffnung seiner Märkte für die gnadenlos überlegene europäische Konkurrenz gebrochen wird.Mitte 2013 hat Brüssel in übler neokolonialer Manier etlichen afrikanischen Staaten ein Ultimatum gestellt.Entweder sie unterzeichnen die EPA bis Oktober 2014 oder es werden ihnen sämtliche Handelserleichterungen m/d EU gestrichen.Langfristig drohen den Ländern Afrikas schwere sozioökonomische Verwerfungen aufgrund der weitgehenden Öffnung ihrer Märkte für europäisches Kapital.Kam Merkel kontrollieren ob Afrika schon reif sei als Emigrantenlieferant? Das Endresultat wird sein Revolutionen in Afrika,China uebernimmt den Kontinent,Europa wird rausgeschmissen

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