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SEO Trends 2017: Wie verändert sich Google?

Das Jahr 2016 verabschiedet sich bald und wir begrüßen das neue Jahr 2017 und das nehmen wir zum Anlass, einmal einen Blick in die Zukunft zu werfen und zu verraten, wie es um die SEO Trends 2017 bestellt ist.

Die Rankingfaktoren von morgen

Worauf müssen sich Webmaster und Seitenbetreiber im kommenden Jahr einstellen? Nach Meinung der Experten wird an vielen Stellschrauben im technischen SEO (Onpage) mächtig gedreht und diese wird weiterhin an Relevanz zunehmen. Nach wie vor werden für gute Rankings perfekte Ladezeiten, saubere Strukturen und ein für Crawler sauber lesbarer Quellcode auch zukünftig essentiell sein.

Ganz anders sieht es aus für die Google Updates, deren große Zeit vorbei ist. Konnten Webmaster und Seitenbetreiber in der Vergangenheit die großen Maßnahmen seitens Google mit Penguin, Panda und Hummingbird noch auf ein Datum zurückführen, ist zukünftig damit zu rechnen, dass die Änderungen direkt und in Echtzeit im „Core Algorithmus“ vorgenommen werden. Das bedeutet für die Suchmaschinenoptimierung folgendes:

Kam es in der Vergangenheit zu einer manuellen Penalty, beispielsweise aufgrund eines unnatürlichen Linkaufbaus, so erfuhr der Seitenbetreiber in der Search Console davon. Künftig wird diese Meldung entfallen, da Penguin nun ein fester Bestandteil des Core Algorithmus und der Rankingfaktoren ist.

Mobilfreundliche Webseiten werden bevorzugt

Bereits in 2016 wurden die Webmaster dazu angehalten, ihre Seiten mobilfreundlich (responsive Webdesign) zu gestalten. Die veralteten Seiten, die nicht für Mobilgeräte optimiert sind werden immer weiter ins Hintertreffen gelangen. Bereits jetzt beträgt der Anteil derer, die mit den mobilen Endgeräten ins Internet einsteigen über 50 %. Doch wer sich einmal in anderen Ländern umsieht, der wird erkennen, dass dort der Trend zum Responsive Webdesign wesentlich deutlicher zu erkennen ist. Für das Jahr 2017 wurde im Magazin Horizont eine weltweite mobile Nutzung von 75 % vorhergesagt. Die mobile Nutzung lag in Spanien 2016 bereits bei 85 % und ließ die Desktop Nutzung weit hinter sich.

Zu Smartphones und Tablets gesellen sich auch weitere mobile Endgerät wie VR Brillen, Smartwatches, TVs, Smart Eyewear und andere Geräte, die ausschließlich über Voice Search verfügen – also eine sprachliche Ein- und Ausgabe. Aber da ist noch etwas anderes, denn bisher war Google kein geschlossenes System, wie bspw. Facebook. Jedoch schaffte Google mit der Einführung der AMP Seiten ein eigenes CDN und dieses soll die Performance von Webseiten ebenfalls steigern, damit die Besucher von einem besseren Nutzungserlebnis profitieren können.

Was bedeutet das für die Suchmaschinenoptimierung? Wird die alte Seite noch nicht einwandfrei auf mobilen Endgeräten dargestellt, dann ist es jetzt allerhöchste Eisenbahn oder es kann auch gesagt werden: Der Zug ist schon angerollt und wer noch aufspringen will, der muss sich jetzt sputen.

Der Content bleibt weiter King

Es ist ganz egal, bei welcher Suchmaschine man gute Rankings erreichen möchte, die Intention der meisten Suchmaschinen bedeutet: Dem Nutzer das beste Ergebnis zu liefern. Das ist in dem Fall sicherlich kein SEO Text mit einer Keyworddichte von X oder Y. Das war auch 2016 nicht mehr der Fall, sondern Google wird immer besser, darin zu verstehen, was die Nutzerintention der Suchenden ist.

Damit muss die zentrale Frage, wenn es um einen neuen Inhalt geht, eher lauten: Was möchte der Leser erfahren, wenn er einen Suchbegriff in die Suchmaschine eingibt? Wer in der Lage ist, die Antwort in eigene Worte, ein Bewegtbild oder eine Audiodatei zu packen bzw. für seine Zielgruppe entsprechen umsetzen kann, der hat gute Chancen auf einen der vorderen Plätze.

Sicherlich ist die Termanalyse mit WDF*IDF ein Weg um gute und relevante Inhalte zu definieren. Das entsprechende Tool, schaut sich die Top Treffer der Suchmaschine an und wertet den Inhalt bzw. die verwendeten Wörter aus. Das ergibt dann zumindest einen Indikator, welche Inhalte von Google als besonders zeigenswert eingestuft werden.

Was bedeutet das für die SEO? Ganz einfach: Keyworddichte gehört der Vergangenheit an. Auch die noch immer umherirrende Regel, dass ein Beitrag aus mindestens 300 Worten bestehen muss, sollte a Acta gelegt werden. Es müssen zielgruppengerechte Inhalte erstellt werden. Ist das Thema in drei Sätzen erledigt, dann ist das eben so. Doch werden 10.000 Worte benötigt, um ein Thema umfassend zu beschreiben, dann sollte am besten direkt mit der Erstellung begonnen werden. Wenn der Inhalt dann sogar im Bewegtbild besser transportiert werden kann, dann wird es Zeit eigene Videos zu erstellen.

SEO in 2017 ohne Backlinks: Sinnvoll oder doch die Zukunft?!

Der Aufbau von Backlinks gehört für jeden SEO zu den strategischen Zielen. Von den Suchmaschinen wird hingegen versucht, den Missbrauch der Backlinks immer weiter einzudämmen. In den Trends 2016 (Mitte des Jahres) von Google waren die Backlinks als einer der zweitwichtigsten Rankingfaktoren eingestuft wurden – zumindest mehr oder weniger. Kann es nun bald soweit sein, dass die Links keinen Einfluss mehr auf das Suchmaschinenranking mehr haben?

Seit jeher gelten die Verlinkungen zwischen den Webseiten als zentraler Rankingfaktor bei den Suchmaschinen. Genau das ist der Grund, dass Links manipuliert werden und die Einflussnahme auf die Linkstrukturen ein entscheidendes strategisches Ziel bei der SEO sind. Mit hoher Wahrscheinlichkeit war es den Webseiten-Betreibern möglich, durch ein gezieltes Linkbuilding auf die vordersten Positionen bei den Suchergebnissen von Google & Co. zu kommen.

Doch nachdem Google durch die algorithmischen und manuellen Abstrafungen das Thema immer stärker regulierte, wurde der Aufbau wirksamer Links immer schwieriger. Zugleich hat Google bei der Weiterentwicklung des Rankingalgorithmus die eigentlichen Inhalte, die Semantik und die Nutzersignale vermehrt berücksichtigt. Das zeigt, dass die Bedeutung von Links im Suchmaschinenalgorithmus sich im Wandel befindet und nicht mehr zu den stärksten SEO-Faktoren gehört. Doch das Google in Zukunft komplett darauf verzichten wird, das ist bis dato nicht absehbar. Somit wird das Thema Linkbuilding auch 2017 weiterhin ein relevanter Bestandteil der SEO bleiben. Aber dennoch ist es ratsam, bei der Offpage-Optimierung Linkbuilding nur als Werkzeug zum Aufbau von Reputation zu sehen, anstelle nur als Lieferant von rankingrelevanten Backlinks.

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2 Kommentare

  1. Ergänzend hier noch ein paar Informationen, wie sich AMP-Seiten überhaupt prüfen lassen: http://contentfaktor.de/amp-seiten-automatisiert-pruefen-1976/

  2. Gut geschriebener und interessanter Artikel. Stecke gerade auch voll in dieser Thematik drinne

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