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Wettbewerbsfähigkeit: die Schweiz überholt die USA

Das IMD World Competitiveness Center, eine Forschungsgruppe innerhalb der IMD Business School, veröffentlicht seit 1989 jährlich ein Ranking der Wettbewerbsfähigkeit unter den Ländern und einigen Stadtstaaten. Es handelt sich um die wichtigste jährliche Bewertung dieser Art. 2016 wird sie von Hong Kong angeführt, danach rangieren die Schweiz und die USA. Singapur, Schweden, Dänemark, Irland, die Niederlande, Norwegen und Kanada schließen die Top 10 ab. Deutschland rutscht vom 10. Platz im Jahr 2015 auf den 12. Platz in 2016 ab. Österreich konnte sich gegenüber dem Vorjahr leicht verbessern und liegt im neuen IMD-Ranking auf Platz 24.

“Die USA verfügen natürlich immer noch über die größte wirtschaftliche Leistung, aber für die Beurteilung der Wettbewerbsfähigkeit berücksichtigen wir viele weitere Faktoren”, sagt Professor Arturo Bris, Direktor des IMD World Competitiveness Center. “Das gemeinsame Muster unter allen Ländern in den Top 20 ist der Fokus auf ein firmenfreundliches Umfeld, eine gut ausgebaute Infrastruktur und integrative Institutionen.”

Hong Kong profitiert von einem günstigen Geschäftsumfeld, das von China geduldet und gefördert wird. Die Stadt ist auf Geschäftsreisende ausgerichtet und investiert viel in Bildung. Zudem ist Hong Kongs Verwaltung äußerst effizient.

Die Schweiz hat seit jeher ein hohes Engagement für Qualität und profitiert von Rahmenbedingungen, die es der Wirtschaft erlauben, schnell zu reagieren. Trotz des “Frankenschocks” konnte das Land dieses Jahr zwei Plätze gutmachen. Der Kapitalzufluss hat zugenommen, die Exporte wurden erhöht und das BIP ist gewachsen. Die Schweiz verfügt nach Einschätzung des IMD zudem über eine außerordentlich gute Infrastruktur, eine wirtschaftsfreundliche Arbeitsmarktpolitik, eine effiziente und transparente Verwaltung und eine hohe Produktivität.

Deutschland ist nicht mehr in den Top 10 vertreten. Bei der Steuer- und Ausgabenpolitik schafft es die Bundesrepublik nur gerade auf den 52. Platz. Das deutsche Steuersystem wird von Managern aus aller Welt vernichtend bewertet: es gab Null Punkte.

Osteuropäische Länder sind in Bezug auf die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit eine wachsende Konkurrenz für die etablierten Länder in Westeuropa. Lettland kletterte auf Platz 37, die Slowakische Republik auf Rang 40, Slowenien auf Platz 43. Damit konnten alle drei Länder ihre Position um sechs Plätze im Vergleich zu 2015 verbessern. Nur Irland und die Niederlande schafften einen noch größeren Sprung. Frankreich rangiert auf Position 32, Spanien auf dem 34. Rang und Italien liegt auf Rang 35. Professor Bris erläutert: “Der wichtigste Treiber der europaweit verbesserten Leistungen ist ein effizient arbeitender öffentlicher Sektor, der sich nach der Finanzkrise nun nachhaltig erholt.”

 

 

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