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Ackermann fordert europäischen Bankenrettungsfonds

Josef Ackermann, Marcello Casal Jr. / Agencia Brasil, Lizenz: dts-news.de/cc-byFrankfurt/Main - Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann drängt auf die Einrichtung eines europäischen Bankenrettungsfonds. Dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" sagte Ackermann, ein solcher Fonds zur geordneten Sanierung oder Abwicklung von Banken sei "wünschenswerter denn je – zur Stabilisierung von Bankensystemen, zur Restrukturierung auch großer grenzüberschreitender Banken, zur Sicherung des Finanzbinnenmarkts und zur Vermeidung von Wettbewerbsverzerrungen durch nationale Regelungen". Die Re-Nationalisierung der europäischen Bankenmärkte sei "besorgniserregend".

Die Europäische Zentralbank (EZB) lotet derweil Möglichkeiten aus, wie die Kompetenzen des Rettungsfonds ESM ausgeweitet werden können. Euro-Gruppen-Chef Jean- Claude Juncker hatte EZB-Chef Mario Draghi vor zwei Wochen diesbezüglich um Rat gebeten. Bislang nämlich soll der Fonds nur klammen Regierungen aushelfen dürfen, die im Gegenzug harte Auflagen erfüllen müssen. Doch seit neuestem werden zumindest hinter verschlossenen Türen auch direkte Hilfen des ESM für Banken ernsthaft diskutiert. In Brüssel befasst sich ebenfalls eine Arbeitsgruppe mit dem heiklen Thema. Die Bundesregierung ist gegen solche direkten Zuschüsse für Banken. Wissenschaftler wie etwa der Oxford-Professor und Regierungsberater Clemens Fuest fordern im Gegenzug für direkte ESM-Hilfen etwa an spanische Banken knallharte Auflagen. "Spanien muss die Aufsicht über seine Banken nach Brüssel abgeben", fordert Fuest.
Foto: Josef Ackermann, Marcello Casal Jr. / Agencia Brasil, Lizenz: dts-news.de/cc-by

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