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Actelion im Hoch

Basel – Das Schweizer Pharmaunternehmen ließ heuer bereits mit einem Deal aufhorchen. Ceptaris, ein US-amerikanische Unternehmen konnte übernommen werden. Grundbedingung für den im August 2013 eingeleiteten und im September abgeschlossenen Deal war die Zulassung Valchlor durch die US Aufsichtsbehörde FDA. Valchlor ist die bisher einzige, in Amerika zugelassene topische Formulierung von Mechlorethamin. Es wird zur Behandlung von kutanen T-Zell_Lymphom eingesetzt. Die Hautcreme wirkt gegen Mycosis Fungoides im Frühstadium. Nach der Zulassung wurde die Fusion mit 25 Millionen US Dollar besiegelt, weitere 225 Millionen Us Dollar wurden im September nach Abschluss der Übernahme bezahlt.

Opsumit zugelassen

Die US Aufsichtsbehörde FDA ließ nun ein Lungenmedikament, Opsumit, von Actelion zu. Es dient zur Behandlung von Bluthochdruck im Lungenkreislauf und soll noch im November auf den Markt kommen. Auf lange Sicht soll Opsumit dem Medikament Tracleer folgen, das den Großteil des Umsatzes von Actelion ausmacht und ebenfalls bei pulmonaler Hypertonie  eingesetzt wird. Die Zulassung ließ den Titel von Actelion schlagartig steigen. Im Eröffnungshandel konnte nach dem „Ja“ von FDA ein Anstieg um 6,1 Prozent auf 68,55 Franken verzeichnet werden. Experten, wie JPMorgan, die Deutsche Bank und Jefferies erhöhten das Kursziel.

Spezialisiert auf endothelbezogene Wirkstoffe

Actelion, mit Firmensitz im Kanton-Basel-Landschaft, ist spezialisiert auf endothelbezogene Wirkstoffe, also auf Wirkstoffe, die auf jene Zellen der innersten Wandschicht von Lymph- und Blutgefäßen, die zum Gefäßlumen hin gerichtet sind, wirken. Das Pharmaunternehmen wurde 1997 von dem Kardiologen Jean Paul Clozel gegründet. Bereits im Jahr 2000 gehörte Actelion an der Schweizer Börse SWX Swiss Exchange im Swiss Leader Index zu den 30 liquidesten und größten Aktientiteln. 2008 wurde Actelion in den Swiss Market Index aufgenommen. Heute hat das Unternehmung Niederlassungen in mehr als 20 Ländern. Die wichtigsten Produkte bisher waren Tracleer und Zavesca. Allein mit Tracleer wurde jährlich mehr als Milliarde Schweizer Franken umgesetzt. Zavesca stellt einen Hemmer des Enzyms Glucosylceramid-Synthase dar und wird zur Behandlung von Morbus Gaucher Typ I eingesetzt. Von den beinahe 3.000 Mitarbeitern ist ein Drittel in der Forschung tätig. Ziel ist die Entwicklung von Medikamenten und Therapien zur Behandlung von bisher kaum oder unzureichend behandelbaren Erkrankungen. 2012 betrug der Kerngewinn 537 Millionen Schweizer Franken, plus 6 Prozent in lokalen Währungen. Der hohe Gewinn und die Erwirtschaftung liquider Mittel ermöglichten den Antrag auf Anhebung der Dividende um 25 Prozent auf 1 Schweizer Franken pro Aktie. Ein Aktienrückkaufprogramm ist im Laufen und soll 2013 abgeschlossen werden.

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