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ADAC bedauert Vertrauensverlust in Diesel-Fahrzeuge

Fünf Jahre nach Bekanntwerden des Dieselskandals bedauert der ADAC den Vertrauensverlust in Dieselfahrzeuge. "Die Tricksereien der Hersteller sind durch nichts zu rechtfertigen. Es ist aber bedauerlich, dass der Dieselmotor jetzt vielfach grundsätzlich als dreckig abgeschrieben wird", sagte ADAC-Technikpräsident Karsten Schulze den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagausgaben).

So seien Diesel-Fahrzeuge mit der Abgasnorm Euro 6d Temp "extrem sauber", sagte Schulze. "Dass der Diesel beim CO2-Ausstoß teilweise sehr gut abschneidet und besonders sparsam ist, wird zusätzlich jetzt oft übersehen", so der ADAC-Technikpräsident. Schulze plädierte dafür, auch in der Zukunft auf eine Weiterentwicklung von Dieselmotoren zu setzen. Kritik an der Bundesregierung und der Automobilindustrie äußerte der ökologische Verkehrsclub Deutschland (VCD). "Die deutsche Politik hätte viel klarer und entschiedener reagieren müssen, Hinweise gab es ja schon Jahre vor Bekanntwerden des Skandals. Die besten Konsequenzen hat noch die EU gezogen mit dem Beschluss, dass der Schadstoffausstoß unter Realbedingungen gemessen werden muss", sagte der verkehrspolitische Sprecher des VCD, Michael Müller-Görnert, den Funke-Zeitungen. "Die Lösung wäre schon damals gewesen, dass die Autohersteller, die betrogen haben, auf eigene Kosten eine Hardware-Nachrüstung anbieten", so Müller-Görnert. Dagegen habe sich aber die damalige Bundesregierung gestemmt. (dts Nachrichtenagentur)

Foto: Luft-Messstation, über dts Nachrichtenagentur

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