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ADAC-Präsident verteidigt neutrale Haltung bei Tempolimit

Der Präsident des ADAC, August Markl, hält auch nach der Ablehnung eines Tempolimits im Bundesrat an der neutralen Position seines Vereins in dieser Frage fest. Der Wochenzeitung „Die Zeit“ sagte er: „Die Abstimmung drückt nicht unbedingt den einhelligen Willen der Bevölkerung aus. An unserer Haltung ändert sich nichts.“

Jahrzehntelang gehörte der ADAC zu den schärfsten Gegnern eines Tempolimits auf Autobahnen. Auf Angriffe von CSU-Verkehrsminister Andreas Scheuer, wonach es ein neutrales „Durchlavieren“ beim Thema Tempolimit nicht gebe, sagte Markl: „Die CSU ist im Kommunalwahlkampf.“ Und außerdem: „Unsere Mitglieder orientieren sich nicht an der Meinung eines Verkehrsministers, sondern an Sachinformationen.“ Derzeit führe der ADAC eine Befragung unter den Mitgliedern durch. 2019 seien 50 Prozent gegen das Tempolimit gewesen und 45 Prozent dafür. Er gehe „davon aus, dass sich diese Werte eher noch annähern.“ Das frühere ADAC-Credo „Freie Bürger fordern freie Fahrt“ hält Markl für ein Relikt der Vergangenheit. Der Satz, sagte er, „ist veraltet und passt auch nicht in die heutige Zeit“.

Foto: Autobahn, über dts Nachrichtenagentur

 

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