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Ärzte ohne Grenzen beklagt Impfstoffmangel in ärmeren Ländern

Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen fürchtet ein Fortbestehen der Corona-Pandemie in den ärmeren Ländern des globalen Südens aufgrund von mangelndem Impfstoff. "Es sieht so aus, dass einige Menschen im globalen Süden bis 2024 nicht geimpft sein werden", sagte Ärzte-ohne-Grenzen-Referentin Elisabeth Massute dem Nachrichtenportal Watson. Dies könne auch dazu führen, dass in ärmeren Ländern Mutationen entstünden, wie es zuletzt in Südafrika geschehen sei.

Die Verantwortung für die "gravierende Ungleichheit" bei der Impfstoff-Beschaffung sieht Massute bei den Industrienationen, die den Großteil der produzierten Impfstoff-Vorräte für sich reklamiert hätten. "Es ist leider nicht so, wie man im Frühjahr dachte, dass es eine globale Solidarität gibt", so Massute. Mehr als 50 Prozent der produzierten Impfstoffe seien von Ländern des globalen Nordens reserviert. Massute fordert daher eine Aussetzung von Patenten auf Technologie, die zur Bekämpfung der Corona-Pandemie genutzt wird. Zusätzlich schlägt sie eine Verlagerung der Impfstoff-Produktion vor. Diese sei aktuell stark im globalen Norden zentriert. "Es wäre gut, wenn auch im globalen Süden produziert werden würde", so Massute. (dts Nachrichtenagentur)
Foto: Impfpass, über dts Nachrichtenagentur

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