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Ärztepräsident verlangt neues Finanzierungsmodell für Krankenhäuser

Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, hat ein neues Finanzierungsmodell für Krankenhäuser in Deutschland für die Zeit nach der Coronakrise gefordert. „Kliniken sind Einrichtungen der Daseinsfürsorge und keine Industriebetriebe. Krankenhäuser müssen dem Patienten dienen, nicht dem Profit. Das muss sich ins kollektive Gedächtnis einbrennen“, sagte Reinhardt der „Neuen Westfälischen“.

Standorte könnten zusammengelegt werden. „Aber die Kapazitäten müssen bleiben. Wie wichtig das ist, sehen wir in Krisenzeiten wie diesen“, so der Ärztepräsident weiter. Zudem forderte er, dass Besuche im Altenheim auch während der Coronakrise ermöglicht werden sollen. „Besuche im Altenheim sollten wieder möglich sein, wenn Angehörige Schutzkleidung tragen“, sagte Reinhardt. Auch die Öffnung von Restaurants sollte nicht mehr kategorisch ausgeschlossen werden. „Die Gastronomie könnte unter bestimmten Bedingungen wieder öffnen, natürlich mit Auflagen, dass zum Beispiel nur die Hälfte der Tische belegt wird“, so der Ärztepräsident weiter. Dass Kitas geschlossen und junge Schüler zunächst zu Hause bleiben, sei aus medizinischer Sicht sinnvoll. „Weil jüngere Kinder die aktuelle Situation und damit verbundene Einschränkungen wie Abstand halten noch nicht so gut verstehen“, sagte Reinhardt der „Neuen Westfälischen“. Nötig sei aber auch in diesem Bereich eine baldige Perspektive, die ein schrittweises Öffnen der Kitas und Grundschulen möglich mache.

Foto: Ärztekammer, über dts Nachrichtenagentur

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