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AfD-Bundestagskandidat will nicht zugunsten von Maaßen verzichten

Der AfD-Kandidat im südthüringischen Wahlkreis 196, Jürgen Treutler, schließt eine Wahlempfehlung zugunsten des CDU-Kontrahenten Hans-Georg Maaßen aus. „Das werde ich auf keinen Fall tun“, sagte er der „Welt“ (Dienstagsausgabe). Vor wenigen Tagen hatte der Bundesgeschäftsführer der Grünen, Michael Kellner, dazu aufgerufen, im Wahlkreis 196 mit der Erststimme den SPD-Kandidaten Frank Ullrich und nicht den Direktkandidaten der Grünen zu unterstützen.

Umfragen legen ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Ullrich und Maaßen nahe. Treutler erklärte, dass es mit ihm „keine Spielchen geben wird, wie sie die Grünen gerade veranstalten“. Er wolle Maaßen allein deshalb schon nicht unterstützen, weil der als Verfassungsschutzpräsident daran beteiligt gewesen sei, die AfD durch seine Behörde beobachten zu lassen. Der Wahlkreis Kandidat der AfD schloss auch aus, dass andere AfD-Politiker, etwa der Thüringer Landesvorsitzende Björn Höcke, eine Aussage zugunsten von Maaßen treffen würden. „Das kann ich mir nicht vorstellen“, sagte Treutler. Nach der Wahlempfehlung der Grünen für den SPD-Kandidaten Ullrich kamen in Erfurt und Berlin in SPD- und CDU-Kreisen Spekulationen auf, die AfD plane in der kommenden Woche ebenfalls eine entsprechende Aussage zugunsten von Maaßen. Bei der Ministerpräsidentenwahl im Februar 2020 hatte die AfD-Landtagsfraktion einen Zählkandidaten aufgestellt, im dritten Wahlgang dann aber nicht für ihn, sondern für den FDP-Mann Thomas Kemmerich gestimmt. (dts Nachrichtenagentur)

Foto: Hans-Georg Maaßen, über dts Nachrichtenagentur

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