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AK Kaske: Riegel für Managergagen

Wien – „Insbesondere bei den Top-Gagen in börsennotierten Unternehmen braucht es dringend schärfere Regeln. Die Spitzenmanager dürfen nicht die einzigen Profiteure in unserer Wirtschaft sein“, kommentiert AK Präsident Rudi Kaske die heute veröffentlichte WdF-Einkommensumfrage unter österreichischen Führungskräften. Denn: Gar das 49-fache eines österreichischen Durchschnittsgehalts verdienten im Vorjahr die Vorstände der im Eliteindex ATX gelisteten Unternehmen. Das ergab die jährlich von der AK durchgeführte und im April veröffentlichte Studie zu den Managergehältern in den börsennotierten Unternehmen.

Zur Erinnerung: Spitzenverdiener war Andritz-Vorstandschef Wolfgang Leitner mit 5,38 Millionen Euro, gefolgt von Raiffeisen Bank International-Boss Herbert Stepic – er hätte ursprünglich mehr als 5,7 Millionen Euro verdient, zahlte aber zwei Millionen an die Bank zurück – und Voestalpine-Vorstandsvorsitzenden Wolfgang Eder mit 2,9 Millionen Euro.

„Es kann nicht sein, dass wenige derartige Traumgagen kassieren und das Gros der Beschäftigten wenig bis gar nicht von der Wirtschaftsentwicklung profitiert. Denn schließ-lich haben es die Führungskräfte auch der Flexibilität der ArbeitnehmerInnen zu verdan-ken, dass die Unternehmen die Finanzkrise derartig gut gemeistert haben“, sagt Kaske und fordert daher vehement neue Gesetze zur Beschränkung der Managergagen.

Die konkreten Forderungen

  • Managerbezüge ab 500.000 Euro sollen nicht mehr als Betriebsausgabe von der Be-messungsgrundlage zur Körperschaftsteuer abgesetzt werden können. Exorbitant hohe Vergütungen führen zu einem Steuerausfall bei der Körperschaftsteuer, wodurch dem Staat wichtige Einnahmen entgehen.
  • Variable Bezüge (inklusive aktienbasierte Vergütung) müssen dringend auf maximal 50 Prozent des Fixgehalts beschränkt werden.
  • Die Gestaltung der Vorstandsvergütung ist eine zentrale Aufgabe des Aufsichtsrats und muss das auch bleiben. Ein passendes Instrument wäre die dynamische Deckelung: Die maximale Höhe sollte über einen Faktor an die Lohn- und Gehaltsstruktur des jeweiligen Unternehmens gekoppelt sein. Dieser muss im Geschäftsbericht veröffentlicht werden.

ots-Originaltext Presseaussendung unter ausschliesslicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.

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