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Aktie im Fokus: Praktiker schraubt Sparplan zusammen

Seit langem schreibt die Baumarktkette Praktiker rote Zahlen. Jetzt wird der Rotstift angesetzt. Ein umfangreiches Investitionsprogramm zur Schürfung der Zwei-Marken -Strategie in Deutschland, eine komprimierte Organisation mit einer gemeinsamen Zentrale in Hamburg und ein optimiertes Standort- und Länderportfolio sollen den Praktiker Konzern mittelfristig wieder zu wirtschaftlichem Erfolg verhelfen. Einem entsprechenden Restrukturierungskonzept hat der Aufsichtsrat der Praktiker AG am heutigen Donnerstag zugestimmt. Gleichzeitig wurde der Vorstand von fünf auf drei Personen verkleinert. Michael Arnold, bisher zuständig für das Auslandsgeschäft, das Standortmanagement und den Personalbereich des Praktiker Konzerns, und Pascal Warnking, bisher verantwortlich für das gesamte Deutschlandsgeschäft, scheiden mit dem heutigen Datum im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat aus dem Vorstand aus. Strategisch steht die Schärfung der Zwei-Marken -Strategie in Deutschland im Zentrum des Restrukturierungspakets und damit die Absicht, die Flächenproduktivität des deutschen Filialnetzes spürbar zu erhöhen. Zur Modernisierung aller Standorte und für die Überarbeitung der Sortimente und Angebotskategorien ist in den nächsten drei Jahren eine kräftige Aufstockung der Investitionen geplant. Insgesamt sollen in diesem Zeitraum mehr als 300 Millionen Euro für die Profilierung beider Konzernmarken und den neuen Gesamtauftritt aufgewendet und Finanzmittel in entsprechender Größenordnung beschafft werden. Für erhöhte Effizienz in Führung und Organisation des Unternehmens sorgt die Entscheidung, die beiden bisherigen deutschen Zentralen der Vertriebslinien Praktiker (Kirkel, Saarland) und Max Bahr (Hamburg) zu einer einzigen Konzernzentrale mit Sitz in Hamburg zusammenzulegen. Im Konzern und in outgesourcten Unternehmensteilen sollen am Ende des Restrukturierungsprozesses rund zwei Drittel der heutigen Arbeitsplätze mit zentralen Funktionen erhalten bleiben. Dem Ziel, die Kosten im Praktiker Konzern wieder auf ein wettbewerbsfähiges Niveau zu bringen, dienen weitere Bestandteile des Restrukturierungspakets. Unter anderem wird Praktiker mit den Vermietern der Märkte in Verhandlungen treten, um marktkonforme Mietkonditionen zu erreichen. Zur weiteren Stärkung der Ertragskraft des Konzerns sollen solche Märkte geschlossen werden, die dauerhaft und ohne Aussicht auf Besserung Verluste erwirtschaften. Im deutschen Filialnetz von Praktiker stehen etwa 15 % der derzeit 236 Märkte zur Überprüfung an. Wegen anhaltendem Mangel an Ertragskraft wird sich Praktiker zudem aus Albanien zurückziehen und weitere Auslandsengagements auf den Prüfstand stellen. 'In Summe', so Thomas Fox, Vorstandsvorsitzender der Praktiker AG, 'werden diese Maßnahmen Praktiker in zwei Jahren wieder zu einer soliden Ertragslage verhelfen.'

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