Allianz-Berater befürchtet globale Stagnation

Der ökonomische Chefberater der Allianz, Mohamed El-Erian, warnt angesichts der Spannungen zwischen den USA und China vor einer Stagnation des globalen Wirtschaftswachstums. „Es ist besorgniserregend, dass alle drei großen Wirtschaftsräume – die Eurozone, China und die Vereinigten Staaten – gleichzeitig an wirtschaftlichem Schwung verlieren“, sagte er dem „Spiegel“ dazu. „Wenn dann noch geopolitische Spannungen hinzukommen, besteht die Gefahr, dass der Weltwirtschaft eine Phase der Stagnation bevorsteht, die besonders für die schwächsten Entwicklungsländer bedrohlich wäre.“

Der prominente US-Ökonom hält die Wahrscheinlichkeit einer Rezession in den USA für „sehr hoch“ – und kritisiert erneut das Vorgehen der Fed. Die US-Notenbank habe die Inflation zu lange unterschätzt und zu spät mit Zinserhöhungen auf die steigenden Preise reagiert, so El-Erian. Das werde als „einer der größten Fehler der Notenbanken in die Geschichte eingehen“.

Die Europäische Zentralbank nimmt der ehemalige Pimco-Chef dagegen in Schutz: „Im Gegensatz zur Fed hat die EZB wenigstens eingeräumt, dass sie die Inflation lange unterschätzt hat. Außerdem ist die wirtschaftliche Situation in Europa viel komplizierter, weil die Abhängigkeit von russischer Energie sehr viel höher ist.“ (dts Nachrichtenagentur)

Foto: Euro- und Dollarscheine, über dts Nachrichtenagentur

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