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Amazon: kein Versand in der Weihnachtszeit?

Berlin – Wenn es nach der Gewerkschaft Ver.di und den Mitarbeitern von Amazon in Deutschland geht, werden die bei Amazon  bestellten Weihnachtspakete nicht rechtzeitig vor dem Heiligen Abend ausgeliefert werden. Streik ist angesagt, Streik in der umsatzstärksten Zeit des Jahres. „Hundertprozentig legen wir über Advent die Arbeit nieder. Ziel ist dabei natürlich, dass Weihnachtspakete liegen bleiben“, erklärte Ver.di Vertreter bei Amazon in Bad Hersfeld, Heiner Reimann. Zumindest haben diese Maßnahme die Mitarbeiter am Standort Leipzig beschlossen.

Amazon weigert sich gegen Tarifbindung

Fruchtlose Verhandlungen laufen bereits das ganz Jahr über zwischen den Versandriesen und der Gewerkschaft. Auch Streiks hat es bereits gegeben. Grund dafür ist die Weigerung von Amazon, Tarifverträge abzuschließen. „Wir waren sogar zu einem Haustarifvertrag bereit, das Problem ist aber, dass Amazon überhaupt keinen Vertrag abschließen möchte“, ärgerte sich Reimann. Amazon zwinge die Mitarbeiter zum Streik. In Deutschland ist Amazon an 11 Standorten vertreten, die Zentrale von Amazon Deutschland ist in München-Schwabing angesiedelt. Die Kundenservicezentren liegen in Regensburg sowie Berlin und die Logistikzentren in Graben, Bad Hersfeld, Leipzig, Rheinberg, Werne, Koblenz, Pforzheim und Brieselang. Allein in Bad Hersfeld sind rund 4.000 Mitarbeiter beschäftigt. Und hier, wie in Leipzig, würden die Mitarbeiter am liebsten durchgehend bis zu Heiligen Abend streiken, sagte Reimann. Jörg Lauenroth-Mago, Ver.di Verhandlungsführer in Leipzig, bezeichnet Amazon als harte Nuss und ergänzte: „Deshalb müssen wir auf die besondere Wirkung unserer Aktionen im Weihnachtsgeschäft setzen.“ Und zu den Streiks, so sind sich beide Ver.di Gewerkschafter einig, gäbe es keine Alternative. Ein Streik in der Weihnachtszeit würde Amazon besonders treffen, verlassen doch täglich in dieser umsatzstarken Zeit allein die Leipziger Niederlassung rund 10.000 Pakete.

Amazon Marktführer im Internet-Handel

Amazon bezeichnet sich selbst als Marktführer im Internethandel. Gegenwärtig sind weltweit 109.800 Mitarbeiter beschäftigt. Der Umsatz beträgt jährlich rund 50 Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen fühlt sich gegen den Streik gewappnet, selbst wenn sich die Streiks auch auf andere Standorte ausweiten, wie etwa Rheinberg, wo die Mitarbeiter bereits lautstark nach Arbeitsniederlegung rufen. In Koblenz stehen die Verhandlungen noch aus, doch Unterstützung für die Streikenden werde es auch hier geben. Tausende Mitarbeiter stehen auf, doch Amazon bleibt gelassen und fühlt sich gut vorbereitet: „Wie auch in den vergangenen Jahren haben wir uns in unserem Logistiknetzwerk in Deutschland, ja ganz Europa, gut darauf vorbereitet, die Kunden zufriedenzustellen.“ Doch mit wie vielen Mitarbeitern?

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