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Anlegerschützer glauben an Zukunft von Solarworld

Berlin - Die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) sieht gute Chancen für eine Sanierung des angeschlagenen Solarmodulherstellers Solarworld. "Aus unserer Sicht ist der Restrukturierungsplan klar besser als eine Insolvenz. Und Totgesagte leben ja meist dann doch länger, und das könnte auch hier zutreffen", sagte SdK-Vorstandsmitglied Daniel Bauer "Handelsblatt-Online".

"Denn die Solarbranche ist von einem enormen politischem Einfluss geprägt. Und dieser kann sich in Zukunft durchaus auch zu Gunsten von Solarworld drehen." Aus Sicht der SdK bietet die Zustimmung zum Restrukturierungskonzept für die Anleiheinhaber gegenüber dem Szenario einer Insolvenz mehr Vorteile. Die zu erwartende Quote im Restrukturierungsfall dürfte nach Einschätzung der Anlegerschützer aufgrund des Neuinvestments von Firmengründer Frank Asbeck und dem geplanten Einstieg des Emirates Katar bereits höher liegen als die zu erwartende Insolvenzquote. "Hinzu kommt, dass man die Option erhält, sofern Solarworld sich wirtschaftlich positiv entwickeln sollte, am steigenden Unternehmenswert zu partizipieren", sagte Bauer. Der Rettungsplan für den angeschlagenen Solarmodul-Hersteller hatte zuvor eine weitere Hürde genommen. Die Gläubiger einer Anleihe von rund 400 Millionen Euro stimmten bei einer Versammlung in Bonn dem Konzept von Vorstands-Chef Asbeck zu. Es sieht unter anderem vor, dass die Investoren im Tausch für neue Aktien des Unternehmens auf 55 Prozent ihres Geldes verzichten sollen. Solarworld ist mit knapp einer Milliarde Euro verschuldet.

Foto: Solaranlage, über dts Nachrichtenagentur

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