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Apple: das wertvollste Unternehmen der Welt in Zahlen

Viele haben es schon längst geahnt und Fachleute hatten es bereits vor längerer Zeit vorausgesagt, dass Apple, der Computer- und Technologiegigant aus Cupertino im US-Staat Kalifornien eines Tages zu den wertvollsten Unternehmen aller Zeiten aufsteigen würde. Nach einer kürzlich berechneten Marktkapitalisierung des Unternehmens , denen der Aktienkurs vom 17. August 2012 zugrunde gelegt wurde, betrug der Wert des Unternehmens rund 622 Milliarden Dollar. Dies ist mehr als die bisherige Höchstmarke, die 1999 von Microsoft erreicht wurde und die 618,9 Milliarden Dollar betrug. Allerdings war die Kaufkraft des Dollar damals rund ein Drittel höher, weshalb der absolute Rekord immer noch bei Microsoft liegt. Der Wert der Apple-Aktie stieg in den letzten 10 Jahren um kaum vorstellbare 8.000% auf derzeit rund 670 Dollar pro Aktie. Der Unternehmenswert von Apple hatte ja bereits im April schon einmal die 600-Milliarden-Dollar-Marke überschritten, fiel dann jedoch wieder leicht unter diese Grenze. Betrachtet man die derzeitige Börsennotierung des Technologiekonzerns, wird man feststellen, dass Apple so viel wert ist, wie IBM, Google, Intel und Hewlett-Packard zusammen. Was macht den Konzern derzeit so erfolgreich und wie sehen die Zahlen des letzten Quartals aus? In der unten stehenden Grafik finden wir interessante Zahlen, sowie die wesentlichsten Eckdaten des 3. Geschäftsquartals von Apple. Das Apple-Geschäftsjahr beginnt übrigens traditionsgemäß im Oktober und geht bis zum September des Folgejahres. Apple Quartalsergebnis - Apple: das wertvollste Unternehmen der Welt in Zahlen Grafik: Statista

Die Ruhe vor dem Sturm? Leichter Umsatzrückgang im 2. und 3. Quartal

Hier wird deutlich, dass die Umsatzzahlen und auch der Gewinn seit dem 2. Quartal 2010 bis hin zum kontinuierlich nach oben gingen, allerdings seit April im Sinken begriffen waren. Das sieht allerdings dramatischer aus als es ist, und es ist wohl auch einkalkuliert. Die eingangs erwähnten Zahlen beweisen ja, dass dieser Trend nur vorübergehend ist und der Grund eigentlich in der Erwartungshaltung der Kunden zu finden ist, die auf die Markteinführung neuer Produkte warten. Man kann davon ausgehen, dass Apple den Produktlebenszyklus seiner Angebote genau kennt und der Umsatzrückgang kein Problem darstellt. Die bisher für den 12. September angekündigte Vorstellung des neuen Smartphones von Apple dürfte Argument genug sein. Übrigens rechnen Branchenkenner damit, dass zu diesem Termin auch eine kleinere Version des iPad präsentiert werden soll. Es schweben auch Gerüchte über eine neue Empfangsbox für das Kabelfernsehen in den USA im Raum, die Apple ein weiteres riesiges Marktsegment eröffnen würde und weitere Milliardenumsätze garantieren könnte.

Apples Wandel zum Trendsetter von Lifestyle-Produkten

Betrachtet man die Zahlen von Apple nach Produktsegmenten, stellt man fest, dass das iPhone der große Geldverdiener des Konzerns ist, denn knapp die Hälfte des Umsatzes ist dem Verkauf des iPhones zu verdanken. Dies erhärtet auch wieder die bereits gelieferte These zur Erklärung des Rückganges der letzten Quartalsumsätze in Verbindung mit der Erwartung des Nachfolgemodells des iPhone 4. Die Grafik zeigt aber auch eindeutig, dass eine völlige Umstrukturierung stattgefunden hat, denn auf das Basisgeschäft, für das Apple jahrelang stand, den Verkauf von Desktop-Computern und MacBooks entfallen gerade mal 4 bzw. 10% des Umsatzes, währen es das iPad im letzten Quartal auf recht stattliche 26% gebracht hat. Das Bild macht also deutlich, dass Apple vom reinen Computerhersteller immer mehr zum Anbieter von Lifestyleprodukten geworden ist. Drei Prozent für Software und Service und sechs Prozent aus dem iTunes-Store müssen hinterfragt werden, denn hier fallen keine Einkaufskosten für Hardware an. Das bedeutet natürlich, der Gewinn dieser Sparten dürfte höher sein, als bei der Hardware.

Stetes Wachstum - Die Erfolgsstory der Pioniere mobiler Endgeräte

In Bild Nummer drei wird deutlich, wie der Umsatz von iOS-Geräten aussieht. Hier zeigt sich eine klare Erfolgsstory, denn es geht mit kleinen, aber zu vernachlässigenden Ausrutschern, kontinuierlich nach oben. Man kann sich vorstellen, dass Apple noch mehr Energie in neue Generationen von iPhone und iPad stecken wird, denn dieses Feld verspricht in Zukunft Milliardenumsätze. Vor diesem Hintergrund wird der Streit mit Samsung verständlich, denn Apple möchte dieses Geschäftsfeld gerne allein beackern, da man sich hier eindeutig als Pionier sieht. Die vierte Grafik bietet noch einmal die gleichen Informationen wie im zweiten Bild, nur perspektivisch anders dargestellt. Man sieht hier eindeutig, dass die Goldesel im Konzern iPhone und iPad heißen. Die Desktop-Geräte können beinahe vernachlässigt werden. Beim Umsatz des iPods hat sich wenig getan, es geht sogar leicht nach unten – nicht verwunderlich, wenn man bedenkt, dass die Funktionen des iPods gänzlich im iPhone zu haben sind und man damit gleichzeitig noch telefonieren kann. Speziell mit dem iPad hat sich Apple einen Markt mit einem Produkt erschlossen, das voll den Nerv der Zeit getroffen hat, und mit dem sich viel Geld verdienen lässt.

Trotz gewachsener Konkurrenz - die Story geht weiter

Die Zusammenfassung, die am Ende der Grafik gegeben wird, dürfte durch die neuesten Zahlen, die eingangs zitiert wurden, bereits jetzt schon widerlegt sein. Der Rückstand in den Verkaufszahlen des iPhone gegenüber der Erwartung von 28 Millionen Exemplaren erklärt sich sicher auch aus dem immer größer werdenden Angebot der Konkurrenz von Samsung und HTC. Außerdem verfügen derzeit einige Konkurrenzprodukte bereits über neue Features, wie NFC-Technik, die sicher auch bei der nächsten Generation der Apple-Smartphones zu finden sein werden. Es gilt also als ziemlich sicher, dass sehr bald das nächste Kapitel in der Apple-Erfolgsstory aufgeschlagen wird. Grafik: Statista

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2 Kommentare

  1. der apple-hype nimmt immer mehr ab.
    es gibt kaum noch neue innovationen. die kundenfesseln liegen auch zu eng an (itunes und service)
    apple hat sich zu sehr auf seinen vergangenen erfolgen ausgeruht.
    andere hersteller haben mittlerweile die nase um längen voraus. gut nacht apple.

  2. Hallo Shorty,
    vielen Dank für Deinen Kommentar. Es steht dem Konsumenten ja völlig frei, für welches Produkt er sich entscheiden möchte. Im Artikel geht es um eine neutrale Berichterstattung über das wertvollste Unternehmen der Welt. Ich denke, das ist uns ganz gut gelungen. Weitere Magazinbeiträge werden folgen, vielleicht ist dann auch Dein „Lieblingsunternehmen“ mit dabei.
    Viele Grüsse,
    wirtschaft.com

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