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Arbeitsagentur wappnet sich für mögliche Insolvenzwelle im Herbst

Der deutsche Arbeitsmarkt ist nach Einschätzung der Bundesagentur für Arbeit (BA) bislang vergleichsweise gut durch die Coronakrise gekommen. „Wir sind aber noch nicht durch, auch wenn sich das gesellschaftlich gerade manchmal so anfühlen mag“, sagte BA-Vorstand Daniel Terzenbach der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Montagsausgabe). Derzeit bereite sich die Bundesagentur auf eine mögliche Insolvenzwelle im Herbst vor, so Terzenbach weiter.

Noch kalkuliere sie nicht mit konkreten Zahlen, sondern mit Szenarien. „Wird es deutlich mehr Insolvenzen geben als im Vorjahr? Die Einschätzungen gehen auseinander, aber wir wappnen uns für den Fall des Falles und schulen schon jetzt unsere Mitarbeiter in den Arbeitsagenturen für das Bearbeiten von Anträgen auf Insolvenzgeld.“ Noch seien die Zahlen unauffällig. Das liege auch daran, dass Unternehmen, die durch die Coronakrise in Schwierigkeiten geraten sind, durch eine gesetzliche Sonderregelung bis Ende September keinen Insolvenzantrag stellen. „Hier wird der Herbst zeigen, wie es weitergeht.“ Was die Kurzarbeit angeht, erwartet die BA, dass es in Deutschland noch für längere Zeit erheblich mehr Kurzarbeiter geben wird als vor der Coronakrise. „Selbst wenn sich die Rahmenbedingungen weiter verbessern, werden die Zahlen zwar wieder deutlich zurückgehen, jedoch noch länger über dem Höchststand 2008/2009 bleiben“, sagte Terzenbach der FAZ. In der Spitze hatte es damals rund 1,4 Millionen Kurzarbeiter in Deutschland gegeben.

Foto: Büro-Hochhaus, über dts Nachrichtenagentur

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