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Auch im Alter noch fit im Kopf – Vitamine können helfen

Vitamine im AlterEichstätt - Die Krankheit Demenz wird mehr und mehr in Büchern und Filmen thematisiert – ein Hinweis darauf, dass viele Menschen Angst davor haben, irgendwann einmal selbst daran zu erkranken. Doch was kann man für die geistige Fitness tun? „Tatsächlich erfordern Gesundheit und Lebensfreude im Alter eine ausreichende Versorgung mit Vitamin B12", erklärt Professor Joachim Schmidt, Pharmakologe aus Dresden und Fachmann der Gesellschaft für Biofaktoren. Er berichtet aus Erfahrung, dass Häufigkeit und Konsequenzen eines Vitamin-B12-Mangels häufig unterschätzt werden – obgleich bis zu 30 Prozent der über 60-Jährigen davon betroffen sind und somit die Gefahr für Gedächtnisstörungen bis hin zur Demenz drastisch steigt. Für die geistige Fitness ist eine hinreichende Vitamin-B12-Versorgung daher die Basis.

Fit bleiben: in Vitamin-B12-Defiziten steckt die Demenz-Gefahr

Vitamin-B-Mangel macht sich unter anderem durch neurologische Auffälligkeiten wie „eingeschlafene“ Hände und Füße, fälschliche Empfindungen, ein wackeliger Lauf und Gleichgewichtsprobleme bis hin zu Lähmungen bemerkbar. Des Weiteren besteht das Risiko, dass Nervenbahnen und auch das Gehirn Schäden davon tragen können. Diese erkennt man beispielsweise an Verwirrung, Teilnahmslosigkeit, Gedächtnisstörungen sowie seelischen Störungen bis hin zu Demenz. Auch klinische Studien beweisen: Wird man konstant mit zu wenig Vitamin B12 versorgt, reduziert sich die mentale Fitness. Auch Depressionen sind im Alter bei mangelhafter Vitamin-B12-Versorgung keine Seltenheit und folglich besteht keine Möglichkeit, die geistige Leistungsfähigkeit zu erhalten.

Frühzeitige Erkennung kann Erkrankungen verhindern

Pharmakologe Professor Schmidt verdeutlicht dies ebenfalls: „In der Praxis werden die neurologischen Störungen oft nicht als Folgen eines Vitamin-B12-Mangels erkannt.“ Dabei ist allgemein bekannt, dass sich diese Krankheiten bis zu einer Demenz entwickeln können. Bei einer frühzeitigen Behandlung mit Vitamin B12 lässt sich dies allerdings gut eindämmen. Die ideale orale Dosis ist gemäß dem Fachmann abhängig von den Gründen und dem Schweregrad des Vitamin-B12-Mangels. Liegt der Grund des Mangels im Aufnehmen oder Verwerten des Vitamins B12, ist eine orale Dosierung von 500-1.000 µg/d nötig, um die geistige Fitness zu erhalten. Erfolgt ein Ausgleich dieses Defizits, kann die Weiterentwicklung der Demenz eingedämmt und die geistige Leistungsfähigkeit älterer Menschen länger erhalten werdeb.

Geistige Leistungsfähigkeit wird durch Vitamine gefördert

Neben Professor Schmidt gibt es noch weitere Forscher und Mikronährstoff-Fachprofis, welche zur Gesellschaft für Biofaktoren gehören. Sie alle sind der Ansicht: Wer seinen Körper ideal mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen versorgt, fördert eine positive Auswirkung auf die geistige und körperliche Fitness im höheren Alter. Nicht nur Vitamin B12, sondern auch Calcium und Vitamin K haben eine große Bedeutung: Vitamin K ist der Grund, dass das Calcium überhaupt wirkt und die Knochen stark bleiben. Das bedeutet, dass diese beiden Vitamine bedeutende Helfer sind, um auch im Alter fit zu bleiben.

Das Knochenskelett festigen

Vitamin D ist nicht nur hilfreich, um das Knochenskelett stabil zu halten. „Neuere Erkenntnisse und Befunde führen zu Überlegungen, Vitamin D auch vorbeugend und therapeutisch etwa bei Herz - und Gefäßerkrankungen, Diabetes mellitus und zur Krebsprävention einzusetzen", erklärt Pharmakologe Professor Dieter Loew aus Wiesbaden. Etwa 60 Prozente der deutschen Bürger weisen in ihrem Blut zu wenig Vitamin D auf. Für Ausgleich kann unter anderem fetter Fisch wie Hering oder Makrele sorgen. Die bedeutendste Quelle für Vitamin-D ist jedoch der eigene Körper, der das Vitamin selbst bildet, sobald die Haut UV-Strahlen ausgesetzt ist. Dies ist nicht nur in der düsteren Jahreszeit, sondern auch im Alter ein Problem – denn dann reduziert sich die Vitamin-D-Bildung generell. Die Risiken, die dadurch entstehen, sind unter anderem Knochenschwund (Osteoporose), aber auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes oder sogar Krebs. Folglich ist Vitamin D einer der wichtigsten Grundbausteine, um auch noch im Alter geistig und körperlich fit zu sein.

Der Effekt von Biofaktoren

Von den Forschern der Gesellschaft für Biofaktoren wird darauf hingewiesen, dass die Vitamin- und Mineralstoffzufuhr von Senioren , die oft nicht nur an einer Krankheit leiden, mehr Beachtung  bekommen müsse. Vor allem chronische Erkrankungen oder Arzneimittel sind nämlich häufig der Grund für Vitamin- und Mineralverluste, die jedoch wiederum die Symptome der Krankheit verschlechtern. Das Ziel des sozialen Zusammenschlusses ist daher die Stärkung der wissenschaftlichen Grundlage für eine Therapie sowie prophylaktische Maßnahmen mit Biofaktoren. Foto: djd/Gesellschaft für Biofaktoren e.V.  
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