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Audi-Chef sieht erheblichen Aufholbedarf in deutscher Autoindustrie

Der neue Audi-Chef Markus Duesmann sieht in der deutschen Autoindustrie erheblichen Aufholbedarf. "Beim Thema Digitalisierung sind wir in der zweiten Reihe", sagte er dem "Handelsblatt". Beim Thema Rechner und Software-Architektur habe Tesla sicher zwei Jahre Vorsprung, beim automatisierten Fahren auch.

Als Newcomer habe es Tesla geschafft, aus dem Auto ein Device mit einheitlicher Software zu machen. "Das ist in der Autowelt eine Revolution. Die müssen wir in unserem Hause jetzt generieren". Der Manager ist seit April Chef bei Audi und zusätzlich Entwicklungsvorstand im VW-Konzern. Um den Rückstand auf Tesla aufzuholen, hat Duesmann das Projekt "Artemis" gestartet. Das neue Unternehmen werde bis 2024 ein neues Elektroauto entwickeln, welches auch in Vernetzung und Digitalisierung Maßstäbe setzen soll. "In Artemis ziehen wir alle Spezialisten zusammen, die an den modernsten Technologien arbeiten", sagte Duesmann. "Es wird ein Kompetenzzentrum, wie wir es noch nicht hatten". Das erste "Artemis"-Auto soll ein Audi werden, das zweite ein Porsche. "Die Technologie wird auf alle Konzernfahrzeuge übertragen. Es geht nicht nur um Elektromobilität, es geht nicht nur um Digitalisierung, es geht nicht nur um Autonomes Fahren. Es geht um die Kombinatorik von allem." Zudem werden bei Audi die Autos demnächst intern nicht mehr "nach Länge, Größe und Breite" strukturiert, kündigte Duesmann an. "In Zukunft ist die Beschaffenheit des Bordnetzes wichtiger als die Beschaffenheit der Hardware, also des Automobils", sagte der Audi-Chef. "Die Digitalisierung bestimmt das Auto und unsere Organisation. Das ist die eigentliche Revolution. Ebenso werden wir den ganzen Konzern mitnehmen."

Foto: Audi, über dts Nachrichtenagentur

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