Aus für Krankschreibungen per Telefon stößt auf Kritik

Die Entscheidung des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), die telefonische Krankschreibung bei Patienten mit leichten Atemwegsbeschwerden nicht zu verlängern, stößt auf Kritik. „Es ist empörend, wie der dringend gebotene ärztliche Sachverstand hier missachtet wird“, sagte der Vorsitzende der Freien Ärzteschaft (FÄ), Wieland Dietrich. Diese Patienten könnten eine „harmlose Erkältung haben, aber auch an Covid-19 erkrankt sein und damit Ärzte, Praxispersonal sowie andere Patienten mit teilweise schweren Erkrankungen anstecken“.

Auch die Bayerische Landesärztekammer (BLÄK) äußerte Unverständnis. „Das ist unverantwortlich“, sagte BLÄK-Präsident Gerald Quitterer. Die bayerischen Vertragsärzte benötigten weiterhin die Möglichkeit der telefonischen Feststellung der Arbeitsunfähigkeit bei leichten Atemwegserkrankungen. „So verringern wir das Risiko der Virusweitergabe an andere Patienten und Mitarbeiter aller Bereiche im Krankenhaus und Praxen“, sagte Quitterer.

Foto: Schreibtisch, über dts Nachrichtenagentur

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