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Axa-Chef lehnt Fusionen ab

Thomas Buberl, Chef des Versicherungskonzerns Axa, hat Übernahmen großer Rivalen wie Generali oder Zurich eine Absage erteilt. In den vergangenen Monaten gab es eine Reihe von Presseberichten mit Spekulationen über einen Kauf des italienischen Marktführers Generali durch Axa. „Das macht überhaupt keinen Sinn“, sagte Buberl der „Süddeutschen Zeitung“ (Dienstagsausgabe).

Allianz, Zurich und Generali seien die Wettbewerber von heute, künftig werde es die Axa mit anderen Gegner zu tun haben. „Ich habe sehr klare Indizien, dass die Wettbewerber von morgen Google, Apple und Facebook heißen.“ Die Axa werde durch die Übernahme eines Wettbewerbers nicht fit für diesen Wettbewerb, sondern binde Management-Kapazität und Kapital. „Wir sind groß genug“, sagte er. Ohnehin werde der anstehende Umbau in der Versicherungswirtschaft sehr lange dauern. Die großen Marktteilnehmer müssten nicht fusionieren, und die kleinen hätten oft Bestände mit problematischen Verträgen, die niemand übernehmen wolle. Buberl steht seit dem 1. September 2016 an der Spitze des größten französischen Versicherers. Der Konzern wolle eine Milliarde Euro investieren und sich dabei auf die Kranken- und Gewerbeversicherung konzentrieren, sagte er. Außerdem sei Asien ein Investitionsschwerpunkt. Buberl rechnet nicht mit einem baldigen Zinsanstieg. „Es ist unwahrscheinlich, dass irgendetwas Maßgebliches vor 2020 passiert“, sagte er. Das hänge auch mit der Dauer des Mandates von EZB-Präsident Mario Draghi zusammen. „Und auch dann würde ich nicht von Zinsniveaus von vier, sechs oder sieben Prozent träumen. Das wird irgendwo bei maximal zwei bis drei Prozent liegen.“

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