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Bayerischer Schulminister: Kinder lernen durch Corona für das Leben

Der bayerische Minister für Unterricht und Kultus, Michael Piazolo (Freie Wähler), gewinnt ungeachtet aller Probleme für die Schulen der Coronakrise auch etwas Positives ab. „Die Kinder und Jugendlichen lernen durch Corona. Auch das ist Lernen fürs Leben“, sagte Piazolo am Montag in der „Bild“-Sendung „Die richtigen Fragen“.

Man vermittle ja nicht nur Stoff, sondern Kompetenzen und Werte wie Solidarität und Achtsamkeit. „Das sind Dinge, die man in einer solchen Krise lernt und die einen im Leben weiterbringen“, so Piazolo. Es gehe nicht nur darum, fünf Vokabeln zusätzlich zu lernen, sondern darum, „aus der Schule als Persönlichkeit zu kommen, die sich in der Gesellschaft zurechtfindet“. Der Minister plant, nach Pfingsten wieder alle Klassen wochenweise in der Schule in unterschiedlichen Blöcken zu unterrichten. Zudem hoffe er im nächsten Schuljahr auf „normalen Unterricht, wie wir ihn vor Corona kannten“. Zur Überwindung des Lehrermangels habe das bayerische Kultusministerium pensionierte Lehrer angeschrieben, um sie auf freiwilliger Basis zur Rückkehr in die Schulen zu bewegen, so Piazolo. „Wir haben positive Rückmeldungen.“ Genaue Zahlen könne er aber noch nicht nennen, da eine erste Frist am 10. Mai abgelaufen sei. Zu den Voraussetzungen für normalen Unterricht im kommenden Schuljahr zählt für Piazolo die Schaffung von mehr Unterrichtsräumen, neue Organisationsformen mit Schichtunterricht oder eine Verringerung des bislang gültigen Sicherheitsabstandes von 1,50 Meter. „Diese Themen werden wir jetzt diskutieren.“

Foto: Jugendliche Leser, über dts Nachrichtenagentur

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