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Bayern gibt Widerstand gegen Verlagerung der EADS-Konzernzentrale auf

München - Die bayerische Staatsregierung sperrt sich nicht länger gegen die Pläne des Luftfahrtkonzerns EADS, Teile der Konzernzentrale von Ottobrunn bei München ins französische Toulouse zu verlagern. "Natürlich wollen wir das Headquarter in Ottobrunn und dass möglichst viel von EADS in Bayern ist und bleibt", sagte Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) dem "Handelsblatt" (Freitagausgabe). "Aber Tom Enders muss EADS auch ein Stück weit so gestalten können, wie es nötig ist, um das Unternehmen erfolgreich zu führen."

Der designierte EADS-Chef Enders will künftig wesentliche Führungspositionen in Toulouse zusammenführen. Dagegen hatte sich Seehofer bislang gewehrt und das Problem zur "Chefsache" erklärt. Nun pocht er verstärkt auf Investitionen in Bayern und nicht mehr auf die Führungspositionen. "Wenn EADS hier in Bayern und in Ottobrunn investiert und damit zusätzliche Arbeitsplätze verbunden sind, dann ist das etwas, was mir Freude macht", sagte Seehofer. "Entscheidend sind Investitionen von EADS in Arbeitsplätze und in Forschung und Entwicklung in Bayern. Forschung und Entwicklung sind Zukunft. Mir geht es um das Grundbekenntnis zu Bayern als wichtigem Standort." Nach Informationen der Zeitung hat Enders eine entsprechende Zusage gemacht. Am heutigen Donnerstag vereinbaren Seehofer und Enders den Bau eines Wissenschaftscampus zur angewandten Forschung in der Luft- und Raumfahrt in Ottobrunn.

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