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Bayern in Coronakrise weniger mobil als Nordrhein-Westfalen

In Bayern waren die Menschen während der Coronakrise bis in den Sommer hinein weniger mobil als in Nordrhein-Westfalen. Das legen Daten von Apple und Google nahe, die der "Spiegel" für einen Vergleich zum Krisengeschehen in den zwei Bundesländern ausgewertet hat. Die geringere Mobilität in Bayern dürfte zu einer stärkeren Eindämmung des Virus beigetragen haben, schreibt das Magazin.

Nach der Datenauswertung verhielten sich die Menschen in den ersten Wochen der Pandemie bundesweit relativ ähnlich. Weniger fuhren zum Einkaufen in die Stadt, weil viele Geschäfte geschlossen waren. Fahrten zur Arbeit fielen wegen Homeoffice und Kurzarbeit weg. Die gesunkene Mobilität half, Infektionsketten zu unterbrechen. Der Verkehr in Bayern ging aber stärker zurück, wie der "Spiegel" berichtet, jedenfalls von Autos mit Apple-gestützter Navigation. So wurde etwa am 26. März in Bayern nur ein Drittel der normalerweise üblichen Navi-Anfragen gezählt, in Nordrhein-Westfalen waren es 44 Prozent. Dieser Unterschied blieb über zwei Monate stabil. Nicht differenziert wird, wie viele aus dem jeweiligen Bundesland kamen und wie viele durchreisten. Nach Messungen von Google verbrachten Menschen in Bayern an Werktagen bis zu 20 Prozent mehr Zeit zu Hause als vor der Pandemie. Nordrhein-Westfalen kam auf ein Plus von 17 Prozent. Auch diese Differenz hielt bis Juni an. Aus Angst vor Infektionen, aber auch weil sie im Homeoffice arbeiteten, benutzten viele Menschen öffentliche Verkehrsmittel nicht mehr. Ein drastischer Einbruch in der Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs war die Folge. In Bayern lag dieser Rückgang laut Google-Daten bei bis zu 63 Prozent, in Nordrhein-Westfalen bis zu 57 Prozent. Die Kontaktregeln für Privatpersonen gehörten in Bayern zu den strengsten: Im Frühjahr durften sich nur Angehörige eines Hausstandes außerhalb der Wohnung zusammen aufhalten. Dass geringere Mobilität in Bayern mit den strengeren Regeln zu tun haben könnte, ist eine naheliegende Vermutung, aber nicht bewiesen. (dts Nachrichtenagentur)

Foto: U-Bahn Nürnberg, über dts Nachrichtenagentur

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