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BDI warnt vor US-Sanktionen gegen Nord Stream 2

Der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Joachim Lang, hat vor Folgen der US-Sanktionen gegen Nord Stream 2 gewarnt. „Die wachsende Einflussnahme der USA auf Projekte der europäischen Energieversorgung belastet die transatlantischen Beziehungen ernsthaft“, sagte Lang am Freitag. Die angedrohten Sanktionen schafften ein erhöhtes Rechtssicherheits- und Investitionsrisiko für rund 120 große und kleine Unternehmen aus zwölf Ländern.

„Europäische Gasverbraucher müssen infolge dieser Androhungen mit steigenden Kosten rechnen“, so Lang. „Die deutsche Industrie kritisiert die völkerrechtswidrige extraterritoriale Anwendung von US-Sanktionen.“ Sie erwarte von der EU und den betroffenen Mitgliedstaaten deutliche diplomatische Reaktionen. „Die EU muss eine politische Lösung mit den USA anstreben und an Wegen arbeiten, um europäische Unternehmen künftig vor den Auswirkungen unrechtmäßiger und einseitiger US-Sanktionen zu schützen.“ Es sei wichtig, die Rechtssouveränität und strategischen Wirtschaftsinteressen der EU zu verteidigen, sagte der BDI-Hauptgeschäftsführer. Die Unklarheit der Ausführungsbestimmungen mache die US-Sanktionsmaßnahmen besonders unkalkulierbar. „Unternehmen wären den unberechenbaren politischen Entwicklungen unmittelbar ausgeliefert.“

Foto: Castoro 10 beim Bau von Nord Stream 2, über dts Nachrichtenagentur

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