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BER: neue Führung und Mehrkosten von 1 Milliarde

Karsten Mühlenfeld tritt heute das Amt des Vorsitzenden der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH als Nachfolger von Hartmut Mehdorn an. Mühlenfeld war in der letzten Aufsichtsratssitzung am 20. Februar gewählt worden und stellte sich heute dem Führungskreis der FBB vor seinem offiziellen Start am Flughafen vor. Mehdorn hatte den Chefposten bei der FBB seit März 2013 inne. Er hatte im Dezember 2014 seinen Rückzug angekündigt. Rainer Bretschneider, amtierender Vorsitzender des Aufsichtsrats der FBB: „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Karsten Mühlenfeld. Ich habe ihn in den zurückliegenden Jahren als hervorragenden Manager mit breiter Industrieerfahrung kennengelernt. Er ist der Richtige, die Flughafengesellschaft sicher in die Zukunft zu führen. Mein Dank gilt Hartmut Mehdorn, der den Flughafen vor zwei Jahren übernommen hat, als das Projekt am Boden lag. Er hat wichtige Weichen gestellt und den Flughafen auf klaren Kurs gebracht.“ Karsten Mühlenfeld sagte: „Ich freue mich auf die vor mir liegende Arbeit. Viele Weichen sind gestellt. Gerade die jüngsten Ankündigungen mehrerer Airlines, ihre Präsenz in Berlin auszubauen zeigen, wie attraktiv die Region Berlin-Brandenburg ist. Wir müssen den Luftverkehr in der Region zukunftsfähig aufstellen. Wir werden in Schönefeld und Tegel bis zur BER-Inbetriebnahme die nötigen Investitionen tätigen und uns auf die zügige und sichere Inbetriebnahme sowie das weitere Wachstum des BER konzentrieren.“ Hartmut Mehdorn sagte: „Wir haben in den zurückliegenden beiden Jahren die Flughafengesellschaft neu aufgestellt und das havarierte Großprojekt BER wieder flott bekommen. Ich habe in meinen beiden Flughafenjahren viele motivierte Kolleginnen und Kollegen in Schönefeld, in Tegel und am BER kennengelernt. Ich wünsche ihnen und meinem Nachfolger, Herrn Mühlenfeld, alles Gute und viel Erfolg für die Zukunft.“ Dr. Karsten Mühlenfeld wurde am 01. Juni 1963 geboren. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder. Bis 1987 Studium Maschinenbau, Abschluss als Jahrgangsbester. Anschließend Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachbereich Mechanik der TU Berlin und 1992 Promotion zum Dr.-Ing. Karrierebeginn 1993 bei der BMW Rolls-Royce GmbH in München . 1996 Wechsel an den Standort Dahlewitz, Brandenburg. 2004 bis 2007 Technical Director bei Europrop International (EPI) in Madrid, einem Joint Venture zwischen den europäischen Triebwerksherstellern zur Entwicklung des Triebwerks TP400 für das Flugzeug A400M. Bis 2014 bei der Rolls-Royce Deutschland Ltd. & Co. KG. Zuletzt als Geschäftsführer Engineering & Operations verantwortlich für die Entwicklung und technische Betreuung aller 2.500 CSME-Triebwerke (Civil Small & Medium Engines) weltweit mit rund 1.200 Mitarbeitern. 2015 Entwicklungschef bei der Bombardier Transportation GmbH, Berlin.

Mehrkosten in Höhe von rund 1,1 Milliarden Euro

Der Aufsichtsrat der FBB hat Mehrkosten in Höhe von rund 1,1 Milliarden Euro für den Flughafen Berlin Brandenburg beraten. Demnach liegen die Baukosten für den Flughafen Berlin Brandenburg mit einer Startkapazität von 27 Millionen Passagieren wie bereits Ende Juni 2014 vorgestellt bei 5,4 Milliarden Euro. Die FBB hatte die Zahlen nach der Bekanntgabe des Eröffnungsterminbandes (zweite Jahreshälfte 2017) im Dezember vergangenen Jahres noch einmal überprüft und detailliert. Rainer Bretschneider, amtierender Vorsitzender des Aufsichtsrats, sagte: „Wir sind in den vergangenen Monaten wichtige Schritte vorangekommen: Wir haben im Dezember 2014 das Eröffnungsterminband für die zweite Jahreshälfte 2017 vorgestellt, die Arbeiten auf der Baustelle nehmen jetzt Fahrt auf. Seit heute ist zudem klar, dass die für die BER-Fertigstellung benötigten 1,1 Milliarden Euro bedarfsgerecht als Kapitalzuführungen in die Flughafengesellschaft gegeben werden sollen. Auch den Businessplan der FBB haben wir intensiv diskutiert. Er ist eine gute und verlässliche Basis für das Notifizierungsverfahren in Brüssel.“ Die Mehrkosten in Höhe von rund 1,1 Milliarden Euro entfallen zum Großteil auf die Umsetzung des Brandschutzkonzepts, den Umbau der Entrauchung, die bauliche Fertigstellung des Terminals, weitere Bau- und Planungsleistungen, die Sanierung der nördlichen Start- und Landebahn, das Schallschutzprogramm und die Risikovorsorge.

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Diskussion

  1. Beim Lärmschutz tut sich gar nichts und immer wieder wird er genommen, wenn der BER neue Milliarden braucht. Reisst die Ruine endlich ab, denn sie wird nie wirtschaftlich arbeiten.

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