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Bericht: Euro-Zone hat Verhandlungen über Zypern-Hilfspaket wieder aufgenommen

Brüssel - Das in der Euro-Gruppe am Samstagmorgen ausgehandelte Kreditpaket für Zypern wird wohl keinen Bestand haben: Grund dafür sei die Weigerung des zyprischen Parlaments, das Paket in der vorliegenden Form abzusegnen. Die für Montag angesetzte Abstimmung in Nikosia sei inzwischen verschoben worden, berichtet das "Handelsblatt" (Dienstagausgabe) unter Berufung auf EU-Diplomaten. Die Vermögensabgabe auf zyprische Sparkonten stoße in allen Parteien in Zypern auf Widerstand.

Sogar einige Abgeordnete aus der Regierungskoalition wollten dagegen stimmen, hieß es in Brüssel. Die Euro-Zone erwäge deshalb jetzt, die an das Kreditpaket geknüpften Bedingungen noch einmal zu modifizieren. Die EU-Kommission, die EZB und Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem hätten darüber bereits Verhandlungen aufgenommen. Möglicherweise würden die Euro-Finanzminister bald zu einer Telefonkonferenz zusammenkommen, um ein modifiziertes Kreditpaket für Zypern zu beschließen. Die Banken in Zypern würden voraussichtlich über den heutigen Feiertag hinaus noch länger geschlossen bleiben. Dahinter steht die Befürchtung, dass es zu einer massiven Kapitalflucht aus Zypern kommen könnte. Offenbar will es die Eurogruppe Zypern freistellen, die geplanten Einnahmen von 5,8 Milliarden Euro aus der Vermögensabgabe anderweitig zusammenzubekommen. Es werde nun insbesondere darüber geredet, Ersparnisse bis zu 100.000 Euro in Zypern doch nicht mit der Abgabe zu belasten. Bankkonten bis zu 100.000 Euro genießen der EU eigentlich gesetzlichen Schutz.


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