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Berlins Amtsärzte verlangen neue Strategien zur Pandemiebekämpfung

Wegen der rasant steigenden Infektionszahlen haben Berlins Amtsärzte andere Strategien zur Eindämmung des Coronavirus gefordert. "Die Amtsärzte haben beschlossen, dass wir unsere Verfahren zur Pandemiebekämpfung überprüfen müssen", sagte Reinickendorfs Amtsarzt Patrick Larscheidt am Donnerstag dem "Tagesspiegel". Das wurde auf einer gemeinsamen Sitzung der zwölf Amtsärzte am Mittwoch entschieden.

Besonders Risikogruppen müssten stärker in den Blick genommen werden. Neuköllns Amtsarzt Nicolai Savaskan pflichtete ihm bei: "Wir müssen zu einer risikobasierten Pandemiebekämpfung kommen - im Sinne des Schutzes aller vulnerablen Gruppen", sagte er dem "Tagesspiegel". Das würde heißen, dass man empfehle, dass Risikogruppen gesondert den öffentlichen Raum betreten und mit Schutzausrüstung ausgestattet werden. "Tübingens Bürgermeister Boris Palmer hatte zum Beispiel vorgeschlagen, dass für ältere Menschen täglich Zeit-Korridore geöffnet werden, in denen sie sich sicher in Läden oder auf der Straße bewegen dürfen. Das hieße: Zwei Stunden am Tag dürfen nur Risikogruppen in die Supermärkte." Eine solche Strategie würde auch bedeuten, dass spezielle Test- und Besuchsregeln für Altenheime, Pflegeheime und deren Mitarbeiter erlassen werden, so Savaskan. "Auch Test-Slots müssten in Zukunft risikobasiert vergeben werden, weil wir bei diesen Infektionszahlen nicht mehr jeden testen können. Wir müssen hin zu einer Risikogruppentestung und Fokussierung", sagte der Neuköllner Amtsarzt. (dts Nachrichtenagentur)

Foto: Krankenhausflur, über dts Nachrichtenagentur

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