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Betreuungsgeld: Kubicki lobt Abweichlerin Pieper

Berlin – Die FDP-Bundestagsabgeordnete und Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Cornelia Pieper, erhält für ihr Nein bei der Bundestagsabstimmung zum Betreuungsgeld Unterstützung aus den eigenen Reihen: “Ich bewundere die Haltung von Cornelia Pieper in dieser Sache. Es nötigt mir Respekt ab, dass sie zu ihrer Meinung steht und dies durch ihr Abstimmungsverhalten im Bundestag auch deutlich macht”, sagte der Vorsitzende der Kieler FDP-Landtagsfraktion, Wolfgang Kubicki, “Handelsblatt-Online”. Zugleich wies er darauf hin, dass Abgeordnete wie Pieper an keine Weisungen ihrer Fraktionen gebunden seien.

Kubicki sagte aber auch, dass er es gleichzeitig für “problematisch” halte, wenn ein Regierungsmitglied gegen die eigene Regierung stimme. “Das ist aber ein Problem, das regierungsintern gelöst werden muss.” Er sei der Letzte, der Pieper diesbezüglich Ratschläge erteile. Keinen Anlass für personelle Konsequenzen sieht unterdessen der FDP-Abgeordnete Erwin Lotter. “So umstritten das Betreuungsgeld auch sein mag, unstrittig ist, dass es glücklicherweise noch keine außenpolitische Dimension hat”, sagte Lotter. “Warum also sollte die Staatsministerin Pieper zurücktreten müssen, wenn die Bundestagsabgeordnete Pieper aus Überzeugung in der Sache dagegen stimmt?” Die SPD wertet das Abstimmungsverhalten von Pieper derweil als Beleg für die Zerrissenheit der Koalition. “Sowohl die Debatte zum Betreuungsgeld heute wie die Haltung von Frau Pieper zeigt den katastrophalen inneren Zustand der Koalition, der regelmäßig durch scheinbare Kompromisse übertüncht wird”, sagte die Vize-Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Dagmar Ziegler. “Man kann nur gespannt sein, ob Frau Pieper dies in ihrer Funktion überlebt.” Das gleiche gelte für Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU), die gegen das Betreuungsgeld sei, aber ihre Haltung heute über Bord geworfen habe. Die Grünen-Familienexpertin Katja Dörner äußerte die Hoffnung, dass Pieper standhaft und im Amt bleibt. “Das Betreuungsgeld ist kein normaler politischer Kompromiss, es ist Produkt eines Kuhhandels wider alle Vernunft”, sagte Dörner. Es dürfe daher “kein Problem für eine Staatsministerin sein, Rückgrat zu zeigen”.
Foto: Cornelia Pieper, dts Nachrichtenagentur

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Ein Kommentar

  1. Vielleicht sieht man das die Wahlfreiheit gegenüber der Krippenaufbewahrung von Kleinstkindern bescheiden unterstützende Betreuungsgeld zu einseitig, wenn man von “Kuhhandel” spricht.
    So toll sind Krippen für 0 – 3jährige Kleinstkinder nicht, für die seltsamerweise linke und gewerkschaftsnahe Parteien als auch Wirtschaftslobbyisten (Arbeitgeberpräsident HUNDT; Präsident von Gesamtmetall DULGER) wie wild trommeln.
    Nicht nur die Familie, sondern vorallem die Schwächsten, die Kinder, werden möglicherweise ernste Probleme bekommen und damit die Zukunft unseres Volkes.
    Die Krippe scheint vielmehr eine Einrichtung zum Wohlergehen von Erwachsenen zu sein, denn ein bezüglich der sehr frühen Krippenaufbewahrung nicht ausreichend beachtetes Problem (neben zu befüchtender erhöhter Stresshormonausschüttung infolge “learned helpnessless” und Wachstumshormonmangel infolge reduziertem Langsamen-Wellen-Schlaf in der Krippe) ist die mögliche Störung bzw. Verzögerung der frühkindlichen Sprachentwicklung. Ein wichtiger Unterschied zwischen Tier und Mensch ist die Sprache auch als Basis des Denkens. Mangelnde primäre (besonders 0- 1,5 Jahre) frühkindliche Sprachentwicklung hat oft die Folge von Lese- und Rechtschreibstörungen und letztlich ungünstiger kognitiver Entwicklung.
    Dadurch ist zu erwarten, dass die wichtigste Resource, welche unser Volk besitzt, nur ungenügend sprachlich und kognitiv entwickelt geerntet wird. (Siehe Ärztereport der Barmer Ersatzkasse vom Januar 2012 mit bereits jetzt schon ca. 40% sprachgestörten Kindern im Alter von 5-6 Jahren (Gründe: Zunahme Tagesmütter: 2006
    ca. 14%, bereits 2010: 23%;; enorme Lärmpegel in Kitas); logopädische Behandlungskosten etwa 1 Milliarde Euro).
    Warum heißt es Muttersprache und nicht Vatersprache?
    Bereits ab der 20. Gestationswoche hört der Foet im Mutterleib flüssigkeitsangekoppelt die Mutterstimme und ist nach der Geburt massiv darauf fixiert, sodass eine längere (max. bis zu 3 Jahren) dyadenspezifische Beziehung zwischen diesen beiden Personen notwendig ist, zumal in diesem Zeitraum zumindest zwei kürzere Phasen besonders begierigem Sprechlernen des Kleinkindes individuell verschieden auftreten (siehe “Vergewaltigung der menschlichen Identität; über die Irrtümer der Gender-Ideologie”)

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