Bevölkerung in Potsdam wird in den nächsten Jahren deutlich wachsen

Oberbürgermeister Jann Jakobs informiert über erste Ergebnisse der neuen Bevölkerungsprognose für die Landeshauptstadt Potsdam, die der Bereich Statistik und Wahlen jetzt vorgelegt hat. Die Prognose befasst sich mit der Bevölkerungsentwicklung sowohl in der gesamten Stadt als auch in den einzelnen Sozial- und Planungsräumen. „Die aktuelle Prognose zeigt, dass Potsdam auch in den kommenden Jahren deutlich wachsen wird – sogar schneller als nach den bisherigen Annahmen. Deswegen ist es wichtig, dass wir als Stadtverwaltung uns darauf einstellen und die notwendigen Schlüsse daraus ziehen“, sagte der Oberbürgermeister.
Im Jahr 2020 werden voraussichtlich 177 750 Einwohner in Potsdam leben – 14 100 mehr als 2014. 2030 werden es 193 000 Einwohner und im Jahr 2035 rund 198 300 Einwohner sein. Das entspricht einem Zuwachs von 34 600 Personen. Die bisherige Prognose aus dem Jahr 2012 hatte im Jahr 2020 eine Einwohnerzahl von 170 448 und im Jahr 2030 von 178 745 vorhergesehen.
Die neue Prognose wurde erarbeitet, da es sich nach drei Jahren zeigte, dass die Bevölkerungsentwicklung in Potsdam stärker ansteigt, als es im Jahr 2012 absehbar war. „So waren 2014 und auch 2013 die Wanderungssalden deutlich größer, als man es aus der vorhergehenden Entwicklung abgeleitet hatte. Auch für 2015 deutete es sich schon im ersten Halbjahr an, dass diese starke Wanderungsentwicklung anhalten wird. Für die neu berechnete Prognose wurden so Annahmen getroffen, die deutlich über denen der alten Prognose liegen“, erläuterte Dr. Reiner Pokorny, Leiter des Fachbereichs Verwaltungsmanagement.
Die Prognose zeigt, dass die Zahl der Geburten in den nächsten Jahren nur noch wenig wächst. Erst nach 2025 ist der erwartete Zuwachs wieder etwas größer. Dagegen wird die Zahl der Sterbefälle über den gesamten Prognosezeitraum weiter zunehmen. Für das Kita-Alter bedeutet das, dass es bis 2020 ein Anstieg von 330 Kindern im gesamten Stadtgebiet geben wird. Im Grundschulalter werden die Kinderzahlen steigen, insbesondere im Zeitraum bis 2020 (von 9 200 auf knapp 10 600 über das gesamte Stadtgebiet, wobei die bisherige Prognose von circa 10 060 im Jahr 2020 ausgegangen war). Danach tritt nur noch eine schwache Entwicklung ein. Weiterhin ist festzustellen, dass die Einwohnerzahl im oberen Erwerbsalter deutlich wächst, ebenso wie im Rentenalter und hier besonders im höheren Alter. Insgesamt hat das zur Folge, dass das Durchschnittsalter weiterhin nur leicht ansteigen wird.
„Unsere Aufgabe wird es nun sein, die prognostizierten Entwicklungen über unsere bisherigen Planungen zu legen, diese auf Aktualität zu prüfen und gegebenenfalls anzupassen. Hierfür reicht es nicht aus, diese für Potsdam insgesamt zu sehen, sondern hier werden wir die Entwicklungen in den einzelnen Stadtgebieten genau betrachten“, so der Oberbürgermeister.
Mit der Bevölkerungsprognose wurden auch Ergebnisse für sechs Sozialräume und für die darin enthaltenen 18 Planungsräume erarbeitet. Die Ergebnisse zeigen, dass die Entwicklungen teilweise sehr unterschiedlich sind. So ist das Bevölkerungswachstum in Bornim/Bornstedt/Nedlitz, Fahrland (einschließlich der Krampnitzer Kasernen), um den Hauptbahnhof/Brauhausberg/Templiner Vorstadt, in Babelsberg Süd und kurzfristig auch in Golm/Eiche besonders groß. Das sind vor allem Gebiete, in denen viele Wohnungen gebaut werden. Dagegen werden die Einwohnerzahlen in den Plattenbaugebieten und in Babelsberg Nord nur wenig zunehmen.
Foto: © wirtschaft.com

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