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Blackrock-Chef verteidigt Quartalsberichte

In der Diskussion über eine mögliche Abschaffung von Quartalsberichten börsennotierter Unternehmen hat sich der Chef der Fondsgesellschaft Blackrock zu Wort gemeldet. „Für mich ist es wichtig, dass Unternehmen konsistent und transparent über ihre Geschäfte berichten“, sagte Larry Fink der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Samstagsausgabe). US-Präsident Donald Trump hatte vor einigen Wochen über den Kurzmitteilungsdienst mitgeteilt, dass er die Börsenaufsicht SEC beauftragt habe, ein Ende der vierteljährlichen Berichtspflicht zu prüfen und zu einem Halbjahresmodus zu wechseln.

Dies sei laut Trump der Wunsch vieler Manager. Für Blackrock-Chef Fink ist dagegen nicht die Zeitspanne der Berichterstattung schädlich, „sondern die Verpflichtung, mit der Berichterstattung Prognosen über die künftige Geschäftsentwicklung zu geben.“ Blackrock verwaltet Vermögen im Wert von mehr als 6 Billionen Dollar und hält Beteiligungen an Unternehmen rund um die Welt. Fink gilt als Anhänger langfristiger Kapitalanlagen. Für deutsche Unternehmen findet Fink überwiegend lobende Worte. Viele seien „sehr gut geführt“, während es bei anderen notwendig sei, auf eine langfristige Strategie hinzuwirken. Das sei auch eine Aufgabe von Aufsichtsräten und ihren Vorsitzenden. Zur Angst vor aktivistischen Aktionären, die wie der Hedgefonds Elliot beim Industrie-Konzern Thyssen-Krupp für Wirbel gesorgt haben, sagte Fink: „Man kann sie nicht alle über einen Kamm scheren.“ Man bekämpfe aber solche, die nur auf eine hohe Rendite aus seien.

Foto: Wallstreet in New York, über dts Nachrichtenagentur

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