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BMI: Neue Imamausbildungszentren offen für islamische Uni-Theologen

Das Bundesinnenministerium hat sich gegen Kritik am Ausbau der Imamausbildung in Deutschland verteidigt. Die Ausbildungszentren von Ditib wie auch das neu gegründete Islamkolleg in Osnabrück richteten sich "auch an Absolventinnen und Absolventen der Institute für islamische Theologie in Deutschland", teilte ein Ministeriumssprecher der "Welt" (Samstagausgabe) mit. Damit werde "eine Alternative zur Entsendung von staatlichen Imamen aus der Türkei" gefördert.

Dem in Osnabrück neu geschaffenen Islamkolleg, das vom Land Niedersachsen und vom Bund finanziert wird, gehören laut Bundesinnenministerium fünf islamische Dachverbände an, darunter der sogenannte Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD). Dem Bundesinnenministerium sei "bekannt, dass zu den Mitgliedsvereinen des Zentralrats der Muslime Organisationen gehören, die dem extremistischen Spektrum zuzurechnen sind. Das Bundesinnenministerium sieht die Mitgliedschaft des Vereins Atib und die `ruhende` Mitgliedschaft der Deutschen Muslimischen Gemeinschaft (DMG), die beide im Verfassungsschutzbericht genannt sind, als Hindernisse, die die Zusammenarbeit mit dem ZMD erschweren." Das Ministerium betrachte "dabei den Umgang des ZMD mit innerverbandlichen extremistischen Mitgliedern aufmerksam". Das Bundesamt für Verfassungsschutz rechnet den Verband Atib (Union der Türkisch-Islamischen Kulturvereine in Europa) der Bewegung "Graue Wölfe" zu. Die Bundeszentrale für politische Bildung nennt die "Grauen Wölfe" auch "die größte rechtsextreme Organisation in Deutschland". Atib ist Gründungsmitglied im sogenannten Zentralrat der Muslime in Deutschland und bis heute die mitgliederstärkste Organisation des Dachverbands. Die Deutsche Muslimische Gemeinschaft DMG wird vom Verfassungsschutz der Muslimbruderschaft zugeordnet, die Führung dieser seit 1958 in Deutschland bestehenden Organisation strebt laut Verfassungsschutz "mittelfristig" die Gründung eines "islamischen Staats" auf deutschem Boden an. (dts Nachrichtenagentur)

Foto: Gläubige Muslime beim Gebet in einer Moschee, über dts Nachrichtenagentur

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