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Bosbach: Absage von Karnevalsumzug unglaublich schwere Entscheidung

Wolfgang Bosbach, Deutscher Bundestag / Thomas Koehler/photothek.net,  Text: über dts Nachrichtenagentur Berlin - Der Vorsitzende des Innenausschusses im Bundestag, Wolfgang Bosbach, hat den Beschluss der Braunschweiger Polizei, den Karnevalsumzug wegen Terrorgefahr abzusagen, eine unglaublich schwere Entscheidung genannt. Zwar solle man sich nicht Drohungen beugen, aber der Staat habe zugleich eine Verantwortung für den Schutz von Leib und Leben, sagte der CDU-Politiker dem "Kölner Stadt -Anzeiger" (Montagsausgabe). Der leidenschaftliche Karnevalist erklärte, er könne zwar verstehen, wenn jemand nun ein ungutes Gefühl auf einem Umzug habe.

"Aber es gibt einen großen Unterschied zwischen Sorge und Angst. Angst sollte man nicht haben. Wenn wir uns aus Furcht wegducken, haben die Extremisten gewonnen." Bosbach wies darauf hin, dass Massenveranstaltungen unter freiem Himmel wie Karnevalsumzüge fast gar nicht zu schützen seien; in Köln würden über eine Million Menschen erwartet, es sei schon organisatorisch unmöglich, jeden zu kontrollieren. Die Anschläge von Kopenhagen haben nach den Worten des Innenexperten gezeigt, dass solche Taten in einer liberalen und offenen Gesellschaft nicht ausgeschlossen werden können. Man könne auch nicht jede kritische Veranstaltung in einen Hochsicherheitstrakt verwandeln, so Bosbach.

Foto: Wolfgang Bosbach, Deutscher Bundestag / Thomas Koehler/photothek.net, Text: über dts Nachrichtenagentur

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