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Bosch-Chef fürchtet Folgen kommender EU-Umweltgesetzgebung

Der Vorsitzende der Geschäftsführung von Bosch, Volkmar Denner, warnt vor den Folgen der verschärften EU-Klimaziele und der kommenden Euro-7-Abgasnorm für die Automobilbranche. Um das bisherige CO2-Ziel zu erreichen, brauche man rund 30 Prozent elektrische Fahrzeuge im Jahr 2030, sagte Denner der „Welt am Sonntag“. Wenn man auf minus 50 Prozent kommen will, verdopple sich der Anteil.

„Das hat dramatische Auswirkungen, auch auf die Beschäftigung.“ Der Arbeitsaufwand für den Antrieb eines Elektroautos sei bei Bosch um den Faktor zehn geringer als bei einem modernen Dieselmotor. Die bisher bekannten Vorschläge der EU-Kommission zur Euro-7-Norm seien so massiv, dass sie „mit einem Verbrennungsmotor bei wirtschaftlich vertretbarem Aufwand nicht mehr zu erfüllen sind“. Denner sprach sich für eine Förderung CO2-reduzierter Kraftstoffe aus, um die Emissionen der Bestandsflotte zu senken. „Es braucht aber einen gesetzlichen Anreiz, um solche Kraftstoffe in den Verkehr zu bringen, beispielsweise indem man ihren Einsatz auf die Flottenziele der Hersteller anrechnet“, sagte er. Das Unternehmen Bosch habe das Ziel, ab diesem Jahr CO2-neutral zu produzieren, erreicht. „Wir arbeiten bereits seit Februar weltweit CO2-neutral, die deutschen Standorte tun es seit Ende letzten Jahres“, sagte Denner. „Ursprünglich hatten wir angenommen, dass wir 47 Prozent der Emissionen durch Zertifikate kompensieren müssen, das konnten wir auf 26 Prozent senken, weil wir deutlich mehr Grünstrom einkaufen konnten.“ (dts Nachrichtenagentur)

Foto: E-Auto-Ladestation, über dts Nachrichtenagentur

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