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Branchenreport Photonik 2013: Wirtschaftsdaten einer Schlüsseltechnologie

München - Am 13. Mai wurde auf der LASER World of PHOTONICS in München der „Photonik Branchenreport 2013“ von den Branchenverbänden SPECTARIS, VDMA und ZVEI und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) vorgestellt. Mit dieser umfassenden Marktanalyse beleuchten die drei großen Branchenverbände gemeinsam mit der Politik die Photonik in Deutschland und im internationalen Umfeld. Die Studie wird von den Partnern herausgegeben und finanziert.

Die Podiumsteilnehmer waren sich einig, dass sich die Branche in Deutschland in den letzten Jahren trotz Wirtschaftskrise sehr positiv entwickelt hat. Schlie-Roosen erklärte:„ Die Photonik ist in Deutschland gut aufgestellt mit einer breiten Basis, die verschiedene Märkte adressiert. Das ist eine der großen Stärken der hiesigen Branche. Wir haben in den letzten Jahren mit einigen Herausforderungen umgehen müssen und das ist uns gelungen!“.

Zahlen der Photonik

Der neue Branchenreport weist und analysiert die Bereiche der Photonik seit 2005 aus und betrachtet mit einer Prognose bis 2020 die künftigen Wachstumsaussichten. Zu den in der Studie betrachteten Bereichen zählen die Produktionstechnik (Lasersysteme und Laserstrahlquellen sowie Lithografie), Bildverarbeitung und Messtechnik, Optische Komponenten und Systeme sowie Medizintechnik und Life Science.

Die Studie liefert wichtige Zahlen und zeigt, dass die Photonik eine wichtige Zukunfts- und Wachstumsbranche ist: Die Inlandsproduktion der deutschen Photonik-Industrie belief sich im Jahr 2011 auf rund 27 Milliarden Euro gegenüber 17 Milliarden Euro in 2005. Für 2020, so die Einschätzung der Studie, wächst der Inländische Photonikmarkt auf rund 44 Milliarden Euro.

Das Wachstum der deutschen Photonikbranche lag in den letzten Jahren bei durchschnittlich real rund 7 Prozent und damit deutlich über dem deutschen BIP und dem Wachstum der deutschen Industrieproduktion.

Photonik in Deutschland ist Export- und Jobmotor

Mit einer Exportquote von durchschnittlich 66 Prozent liegt die deutsche Photonikbranche weit über dem Durchschnitt des Verarbeitenden Gewerbes von rund 47 Prozent. Und auch die F&E-Quote liegt mit rund 9 Prozent deutlich über der des Industriedurchschnitts.

Gleichzeitig erweist sich die deutsche Photonik-Industrie auch als Jobmotor. Zwischen 2005 und 2011 wurden rund 30.000 neue Arbeitsplätze geschaffen. Einschließlich der direkten Zuliefererbranchen lag die Beschäftigtenzahl in 2011 bei 134.000 und damit rund 5 Prozent über dem Niveau von 2005. Für das Jahr 2020 prognostiziert die Studie einen erneuten Anstieg auf rund 165.000 Arbeitsplätze.

Mit durchschnittlich rund 8 Prozent Weltmarktanteil konnte die deutsche Photonik-Branche ihre starke Weltmarktposition seit 2005 halten. In den für die deutsche Photonik-Industrie starken Kernbereichen Produktionstechnik (Lasersysteme und Laserstrahlquellen sowie Lithografie), Bildverarbeitung und Messtechnik, Optische Komponenten und Systeme sowie Medizintechnik und Life Science lag der Weltmarktanteil mit 10 bis 16 Prozent sogar noch deutlich darüber und konnte gegenüber 2005 weiter ausgebaut werden. Auch in Europa hat Deutschland seine Spitzenstellung mit einem Anteil von über 40 Prozent unterstrichen.

Hintergrundinformation zur Photonik

Photonik bietet in vielen Bereichen Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft – sei es im Bereich der nächsten Generation von industriellen Fertigungstechniken, im Bereich der Energieerzeugung und Energieeffizienz oder in ihrem Beitrag zu Gesundheit, Umweltschutz und Sicherheit. Sie ist gleichzeitig eine wichtige Schlüsseltechnologie mit einer erheblichen Hebelwirkung auch auf andere Industriebranchen.

Photonische Technologien, Produkte, Komponenten und Systemlösungen finden ihren Einsatz in vielen Abnehmerindustrien entlang der Wertschöpfungsketten und ermöglichen dort eine Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit durch effizientere und nachhaltigere Produktionsverfahren, bessere und schnellere Prozessabläufe sowie durch Erschließung neuer Anwendungsfelder.

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