Brasilien-Experte beklagt mangelnde Investitionen in Infrastruktur

Berlin – Der Leiter der Konrad-Adenauer-Stiftung in Rio de Janeiro, Felix Dane, hat die mangelnden Investitionen in die Infrastruktur und in die freie Entwicklung der Menschen in Brasilien beklagt. Die Steuereinnahmequote sei sehr hoch, „das heißt, die Brasilianer zahlen eigentlich sehr viele Steuern“, so Dane im „Deutschlandfunk“-Interview. Gleichzeitig habe es einen wirtschaftlichen Aufschwung in Brasilien gegeben und es gebe viele Menschen, die der Armut entkommen und jetzt Teil der konsumierenden Bevölkerungsschicht geworden seien.

Diese Menschen würden jetzt ein anderes Verhalten an den Tag legen, wodurch „natürlich auch der Ruf nach weiteren Verbesserungen im Bildungs- und im Gesundheitswesen vor allem, aber natürlich auch nach besseren Transportmöglichkeiten und so weiter sehr laut“ werde, so der Brasilien-Experte. In der Nacht zu Freitag hatten schätzungsweise eine Million Menschen in etwa 100 Städten auf den Straßen Brasiliens demonstriert. Allein in Sao Paulo protestierten nach örtlichen Medienberichten gut 300.000 Menschen. Sie forderten unter anderem ein besseres Gesundheits- und Bildungssystem sowie ein Ende der grassierenden Korruption in dem südamerikanischen Land.

Foto: © leonardobc

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Nach oben scrollen