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Braunschweig investiert 47 Millionen für Schulsanierung

Rund 47 Millionen Euro sollen bis 2018 in die Sanierung von Braunschweiger Schulen fließen. Dies sieht die Finanzplanung vor, die der Rat Ende Februar mit dem Haushalt 2015 beschlossen hat. Die Stadt will die Maßnahmen künftig in großen „Paketen“ bündeln. Dabei sollen in einem ersten Schritt bis 2018 sechs Schulen umfassend nach einem Kriterienkatalog saniert werden. Dieses Paket hat ein Gesamtvolumen von rund 41,9 Millionen Euro. Zusätzlich sollen für kleinere Arbeiten an Schulen bis 2017 Maßnahmen für rd. 4,9 Millionen Euro umgesetzt werden. Darüber hinaus sind in der mittelfristigen Finanzplanung für weitere Schulsanierungspakete bereits Haushaltsmittel eingeplant.
Große, umfassende Sanierungen habe es im Rahmen des Konjunkturprogramms II an sechs, und als Teil der der Öffentlich-privaten-Partnerschaft mit Hochtief an neun weiteren Schulen gegeben, sagte Erster Stadtrat Christian Geiger. „Nachdem das Sanierungsprogramm mit Hochtief im vergangenen Jahr abgeschlossen wurde, gehen wir jetzt die nächsten sechs Schulen an und stellen dafür erhebliche Finanzmittel zur Verfügung.“ Dahinter stehe das Konzept, die Schulen möglichst umfassend und innerhalb weniger Jahre vollständig zu sanieren. Vor der Zusammenarbeit mit Hochtief hatte die Stadt eine Vielzahl von kleineren Maßnahmen im Schulsanierungsprogramm aufgelegt, von denen zwar viele Schulen profitierten, die jedoch oft nur einzelne Bauteile wie Fenster, Dächer und WC-Anlagen umfassten. Geiger kündigte an, dass für die kommenden Jahre weitere, ebenfalls millionenschwere Pakete geschnürt werden sollen.
Der Weg, den die Stadt jetzt gehe, sei natürlich eine starke Belastung für den Haushalt, so Geiger. „Wir räumen jedoch dem Thema Bildungsqualität aus guten Gründen Vorrang vor anderen Ausgabenwünschen ein. Die Qualität der Unterrichtsbedingungen ist unsere kommunale Aufgabe, der wir noch besser gerecht werden wollen. Wir versuchen daher, den Sanierungsstau in größeren Schritten als bisher abzubauen.“ Er freue sich, dass der Rat dies unterstütze.
In diesem Jahr werden an folgenden Schulen Sanierungsarbeiten durchgeführt: Gymnasium Martino-Katharineum, Gymnasium Hoffmann-von-Fallersleben-Schule, Grund- und Hauptschule Rüningen, Hauptschule Sophienstraße, Realschule John-F.-Kennedy-Platz, IGS Franzsches Feld. Diese Schulen des 1. Pakets werden bis 2018 saniert. Im vergangenen Jahr hatten dort bereits vorbereitende Arbeiten stattgefunden. Wichtige Bestandteile der Sanierungsarbeiten sind die aktuellen Anforderungen des Brandschutzes, und, wo notwendig, die Sanierung von Dächern und Fenstern und der technischen Gebäudeausrüstung, die Erneuerung von Naturwissenschaftlich-technischen-Räumen, Inklusionsmaßnahmen, sowie u.a. auch die Vorrüstung für moderne W-LAN-Netze und digitale Tafeln. Derzeit laufen die Vorbereitungen für die Arbeiten.
Im August 2013 hatte die Bauverwaltung mit der Optimierung des bestehenden Schulsanierungsprogramms begonnen. Eine gebündelte Abwicklung der verschiedenen Teilmaßnahmen, zum Teil im laufenden Schulbetrieb, soll Bauzeiten verkürzen und die Kosten verringern. Nachdem der Rat dieser neuen Vorgehensweise grundsätzlich zugestimmt hatte, wurden in einer umfassenden Betrachtung aller Braunschweiger Schulen auf Grundlage eines festgelegten Kriterienkataloges hinsichtlich Sicherheit, Gesundheit, Baulicher Zustand, Aufenthaltsqualität, Nachhaltigkeit, die ersten sechs Schulen für das erste Sanierungspaket ausgewählt.
Weiterhin werden in diesem und den nächsten Jahren in Höhe von rund 4,9 Millionen kleinere Sanierungsmaßnahmen an den Grundschulen Bültenweg, Rautheim und Timmerlah sowie am Lessinggymnasium durchgeführt, und die Sporthalle des Gymnasiums Hoffmann-von Fallersleben erhält ein neues Umkleidegebäude. In den Folgejahren soll die Bündelung von Schulsanierungsmaßnahmen fortgesetzt werden.

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