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Brüderle: US-Ratingagenturen haben „patriotischen Knick in der Optik“

Berlin - FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle hat die drei großen Ratingagenturen, die ihren Sitz allesamt in den USA haben, scharf kritisiert und ihnen vorgeworfen, einen "patriotischen Knick in der Optik" zu haben. Dies sagte Brüderle im Interview mit der "B.Z. am Sonntag". "Das sind Auswüchse eines engen Oligopols von drei großen Agenturen, die einseitig vorgehen, mit einem patriotischen Knick in der Optik", erklärte Brüderle mit Blick auf die Entscheidung der Ratingagentur Moody`s, die den Ausblick für die deutsche Bonität auf negativ gesetzt hatte.

In den USA würden die drei großen Ratingagenturen wegen des Präsidentschaftswahlkampfs eine Bewertungspause einlegen, so Brüderle weiter. "Bei uns machen sie jeden Tag was Neues: Erst Deutschland, dann Bundesländer, dann Banken. Man hat den Eindruck, das ist auch Politik, weil die Ratings Auswirkungen auf die Börsen haben", kritisierte der FDP-Politiker. Umso notwendiger sei es, dass Europa "eine eigene Ratingagentur" auf den Weg bringt, forderte Brüderle.
Foto: Rainer Brüderle, dts Nachrichtenagentur

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