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Bundesamt ließ Video-App Tiktok auf Sicherheitsrisiken prüfen

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ließ die iOS-Version der Kurzvideo-App Tiktok auf Risiken prüfen. Dazu beauftragte das BSI die Telekom-Tochter T-Systems, die die Prüfung der zum chinesischen Konzern Bytedance gehörenden App im Februar dieses Jahres durchführte, berichtet der „Spiegel“. Tatsächlich habe man festgestellt, dass Teile des Datenverkehrs zwischen App und Servern nicht verschlüsselt gewesen seien, sagte ein BSI-Sprecher.

Das könnte Datenabflüsse und Manipulationen ermöglichen. Außerdem habe man eine mittlerweile geschlossene Sicherheitslücke bei den Servern gefunden. Das Problem mit dem unverschlüsselten Datenverkehr sei behoben, heißt es von Tiktok. Zumindest in den USA und Europa werde der Datenverkehr mit dem https-Standard geschützt. Tiktok kämpft seit Längerem mit dem Vorwurf, nicht genug für die Sicherheit seiner Nutzer zu tun. Die US-Regierung beschuldigt die App, ein Spionagewerkzeug für die kommunistische Partei Chinas zu sein. Seit Wochen wird deshalb über ein mögliches Verbot von Tiktok diskutiert, zuletzt verhandelte Bytedance mit Microsoft über einen Verkauf. „Tiktok ist keine größere Gefahr für die IT-Sicherheit als andere große Social-Media-Apps“, sagte der französische IT-Sicherheitsforscher Baptiste Robert dem „Spiegel“. Er hat den Datenfluss der aktuellen Version der Tiktok-App vom Smartphone zu den Servern analysiert. Seiner Ansicht nach sei Tiktok keine Schadsoftware. „Das ist eine geopolitische Debatte und keine Debatte um IT-Sicherheit.“

Foto: Smartphone-Nutzerinnen, über dts Nachrichtenagentur

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