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Bundesregierung hebt Konjunkturprognose deutlich an

Die Bundesregierung hebt ihre Erwartungen für die deutsche Wirtschaft deutlich an. Laut eines Berichts der “Süddeutschen Zeitung” (Mittwoch) erwartet sie in ihrer Herbstprojektion für das laufende Jahr ein Wachstum um zwei Prozent – noch bei der Frühjahrsprojektion im April war sie von 1,5 Prozent ausgegangen. Die Zahlen sollen diesen Mittwoch von Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) in Berlin vorgestellt werden.

Auch für das kommende Jahr wird die Prognose den Informationen zufolge freundlicher. Ging die Bundesregierung im Frühjahr noch von 1,6 Prozent preisbereinigtem Wachstum aus, will sie die Zahl nun leicht auf 1,9 Prozent nach oben korrigieren. Auch am Arbeitsmarkt werde sich die Entwicklung niederschlagen. In diesem Jahr werde die Zahl der Erwerbstätigen um 660.000 steigen, im kommenden Jahr dann um weitere 495.000 – auf ein Rekordniveau von dann 44,8 Millionen Erwerbstätigen. Von einem solchen Rekord war die Bundesregierung zwar auch im Frühjahr schon ausgegangen. In der damaligen Prognose rechnete sie aber noch mit einem Spitzenwert von 44,4 Millionen, 400.000 Erwerbstätige weniger. Die Zahlen der Bundesregierung decken sich in weiten Teilen mit denen der Wirtschaftsforschungsinstitute, die Ende September ihre Prognose veröffentlicht hatten. Auch sie rechneten mit 44,8 Millionen Erwerbstätigen im kommenden Jahr; die Arbeitslosenquote gehe auf 5,5 Prozent zurück. Allerdings hatten sie für das laufende Jahr mit 1,9 Prozent Wachstum gerechnet und für 2018 mit zwei Prozent – die Bundesregierung sieht es nun genau umgekehrt. Hinter dem stabilen Wachstum steht vor allem ein starker Export. Er werde in diesem Jahr um 3,5 Prozent wachsen, im kommenden Jahr sogar um vier Prozent. Trotz dieser Zuwächse rechnet die Bundesregierung mit einem schrumpfenden Leistungsbilanzsaldo; er bildet die Differenz zwischen Exporten und Importen ab. Noch 2016 machte dieser Wert 8,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus. Für 2018 erwartet die Bundesregierung nun einen Anteil von nur noch 7,4 Prozent. Grund für den Rückgang sei vor allem die kräftige Binnennachfrage. Sie steigert auch die Einfuhren. Deutschland steht international wegen seiner hohen Exportüberschüsse immer wieder am Pranger.

Foto: Container, über dts Nachrichtenagentur

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