Bundeswehr muss Depots nach Abzug aus Afghanistan neu bestücken

Berlin – Die Bundeswehr muss ihre Materialdepots nach dem Abzug aus Afghanistan für rund 22 Millionen Euro neu bestücken, da sie dort viel Kriegsgerät zurückgelassen oder verschrottet hat. In einem als Verschlusssache eingestuften Papier des Verteidigungsministeriums listen Experten die Ausfälle auf, berichtet das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. Mit 15 Millionen Euro sei medizinisches Material ein besonders großer Posten

Aus Sicht der Bundeswehr lohne es sich nicht, das Inventar zurückzuschaffen. Insgesamt lässt die Truppe nach bisherigen Erkenntnissen Fahrzeuge und Ausrüstung im Neuwert von mindestens 150 Millionen Euro am Hindukusch. Einige Entscheidungen sorgten für Verwunderung: So wurde am früheren Standort Kunduz ein funktionsfähiges Löschfahrzeug zerlegt, statt es der afghanischen Feuerwehr zu übergeben. Angeblich habe die Gefahr einer „missbräuchlichen Nutzung“ bestanden, da das Fahrzeug Hoheitsabzeichen der Bundeswehr trug.

Foto: Bundeswehrsoldaten, über dts Nachrichtenagentur

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