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Burn-out verhindern – wenn die Arbeit zu Stress wird

Für die meisten Menschen ist am Wochenende Ruhe angesagt, während andere dann ebenfalls arbeiten, um für an einem anderen Tag frei zu haben. Freie Tage sind die Zeit, an denen sich die Menschen ihren Hobbys widmen, die Seele baumeln lassen und einfach einmal an etwas anderes denken, als die Arbeit. Doch immer mehr Menschen haben das Problem, dass sie nicht abschalten können.

Aber wann wird das „nicht abschalten können“ gefährlich für die (psychische) Gesundheit?

Viele Menschen können die freie Zeit nicht genießen, sondern sie hängen sorgenvollen Gedanken hinterher, wie der Telefonkonferenz vom Vortag, dem Problem mit dem Projekt und dem Team oder dem nächsten Mitarbeitergespräch. Sofern dies hin und wieder passiert, ist das kein Grund, sich Sorgen zu machen. Doch problematisch wird es dann, wenn die Sorgen zum ständigen Begleiter werden und die Grundbedürfnisse wie ein gesunder Schlaf oder lustvolles Entspannen beeinträchtigt werden.

Die Arbeitswelt verlangt einiges ab

Immer mehr wird von den Mitarbeitern erwartet und viele Menschen suchen Hilfe in einer Therapie, da sie nicht allein mit dem Druck im Arbeitsalltag zurechtkommen. Andere nutzen zuerst einmal einfache Hilfestellungen wie bspw. die Wirkung von Lavendelöl, bei dem es sich um ein natürliches Heil- und zugelassenes Arzneimittel handelt. So helfen Bäder mit Lavendelöl bspw. gegen Unruhe und Einschlafstörungen. Auch gegen Spannungs-Kopfschmerzen kann das Öl eingesetzt werden, ebenso wie für Massagen, um verspannte Muskeln zu entspannen.

Doch wer sich öfter gereizt und ausgebrannt sowie lustlos fühlt und dessen Alltag von Gefühlen wie Sinnlosigkeit, Erschöpfung und Angst ausgefüllt wird, der kann sich durchaus mittendrin in einem Burn-out befinden.

Was ist ein Burn-out?

Der Psychoanalytiker Herbert Freundenberger hat bereits 1974 den Begriff Burn-out geprägt. Ihm fiel auf, dass besonders die Menschen in Pflegeberufen bzw. helfenden Berufen häufiger krankgeschrieben werden und in psychischer Behandlung sind. Nach seiner Meinung lag dies daran, dass diese Berufe eine sehr hohe Arbeitsbelastung aufweisen und ein hohes persönliches Engagement von den Menschen abverlangen. Dutzende von bedeutungsähnlichen Begriffen haben sich in der Zeit entwickelt, von denen wohl „Erschöpfungs-Depression“ besonders treffend ist.

Bislang existieren keine genauen Zahlen zum Thema Burn-out, was jedoch auch daran liegt, dass viele es abstreiten, davon betroffen zu sein. Jedoch wird von Experten angenommen, dass die Anzahl der Burn-out-Erkrankungen durch die sich verändernden Lebens- und Arbeitsbedingungen angestiegen ist und weiterhin ansteigen wird.

Der Unterschied: Stress vs. Depression

Es gibt durchaus Menschen die einen Burn-out mit einer Depression oder anders herum gleichsetzen. Dies ist falsch, denn es ist ein enormer Unterschied, ob jemand in einer lebensbedrohlichen Depression steckt aufgrund beruflichen Stresses oder ob der Zusammenbruch aufgrund von Überforderung und Erwartungsdruck erfolgt.

Sicherlich gibt es auch Trittbrettfahrer, die ihren Stress aufbauschen und einen Burn-out darauf machen, um so eine Krankmeldung zu erhalten. Aber es ist grundsätzlich wichtig, dass hier eine klare Abgrenzung erfolgt. Denn eine Vermischung kann gefährlich werden: Denn Maßnahmen gegen einen vermeintlichen Burn-out wie bspw. länger schlafen oder kürzer treten sind falsch, sofern sich dahinter tatsächlich eine Depression verbirgt.

Fakt ist, dass wenn Symptome auftreten, die auf eine Depression oder einen Burn-out hindeuten, sollte eine Diagnose vom Arzt erstellt werden, damit eine individuelle Behandlung erfolgen kann.

Wer kann an einem Burn-out leiden?

Wer kann einen Burn-out erleiden? Eine pauschale Antwort gibt es auf diese Frage nicht, doch diese Erkrankung ist häufig in der Mittel- und Oberschicht zu finden. Aber es bestehen auch charakterliche Tendenzen:

  • Bei den „echten Ausbrennern“ handelt es sich um dynamische und zielstrebige Persönlichkeiten, die quasi selbst an ihrem selbstgeschaffenen Stress zugrunde gehen. Sie sind als Perfektionisten überehrgeizig und fallen in ein tiefes Loch, wenn ihnen die Aufgabe nicht gelingt.
  • Die „verschlissenen“ hingegen sind die Menschen, die eher passiv und wenig durchsetzungsfähig sind.
  • Personen die unter dem sogenannten „Helfersyndrom“ leiden, verteilen viel Zuneigung, aber hätten diese auch selbst gern.

Ein jeder aus diesen drei Gruppen hat das Problem, dass er nicht „nein“ sagen kann und daher wird er leicht Opfer der äußeren Umstände.

Die konkreten Ursachen für einen Burn-out

Folgende Ereignisse oder Zustände können zu einem Burn-out führen:

  • Zu große Erwartungen, die in Ernüchterung enden
  • Die Belastung ist weitaus höher als die persönliche Widerstandsfähigkeit
  • Ein neuer Arbeitsplatz
  • Führungskräfte, die sehr hohe Anforderungen stellen
  • Zu viel Routine und geistige Unterforderung
  • Gegen die eigenen Wertvorstellungen agieren
  • Zu wenige soziale Kontakte
  • Eine zerbrechende Familienstruktur
  • Persönliche Rückschläge

Von Prof. Dr. Faust, einem Experten auf dem Gebiet des Burn-outs werden die Ursachen speziell im Karriere-Bereich wie folgt eingeschätzt. Er erklärt, dass der Mensch in einer Leistungsgesellschaft lebt und die meisten Mitarbeiter dies in Ordnung finden. Dies gilt ebenso nach seiner Ansicht für berechtigte Kritik, solange Gestaltungsspielraum, Anerkennung und Sicherheit vorhanden sind. Jedoch ist der Eindruck vorhanden, dass der verantwortungsvolle Umgang mit den Mitarbeitern verloren geht. Immer wieder wird vergessen, verdrängt oder mutwillig dieser Gedanke zur Seite geschoben, da die Arbeitgeber egoistische Interessen haben.

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