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CA Immo Jahresbilanz 2012 und Ausblick auf den Immobilienmarkt 2013

Wien – Die zahlreichen Turbulenzen in der europäischen Wirtschaft und in der globalen Wirtschaft – nicht zuletzt angeheizt durch die wirtschaftlichen Entwicklungen in den USA und in Zypern – suchen Anleger vermehrt nach weniger risikoreichen Anlagemöglichkeiten. Hier bieten sich derzeit vermehrt Immobilien-Fonds an, wobei einige österreichische Fonds im Moment eine sehr gute Performance bieten und viele Branchenkenner zum Zugreifen raten. Der Bauboom in deutschen Großstädten hält unvermindert an und lässt auch die Aktien von Immobilienunternehmen als interessante Anlageform weiter an Bedeutung gewinnen. Nachdem Ende des letzten Jahres ein leichter Rückgang zu verzeichnen war, sagen Analysten für das Jahr 2013 eine Rendite von über 10% voraus. Gerade österreichische Immobilienunternehmen stehen ganz oben auf der Gewinnerliste und österreichische Immobilienfonds zählen derzeit zu den lukrativen Anlagen. Das Beispiel der CA Immobilien Anlagen AG (CA Immo) zeigt, welches Potenzial in österreichischen Immobilienunternehmen steckt.

Das Unternehmen wurde 1987 gegründet und ist seit 1988 an der Wiener Börse gelistet. CA Immo konnte sich kontinuierlich zu einer der führenden Immobilien-Investmentgesellschaften Zentraleuropas entwickeln und investiert hauptsächlich in Gewerbeimmobilien mit dem Schwerpunkt Büroimmobilien in Österreich, Deutschland und Osteuropa. 82 % der Anteile an der CA Immo befinden sich im Streubesitz von privaten und institutionellen Anlegern. Die CA Immo gab auf der heutigen Bilanzpressekonferenz ihre Wirtschaftsergebnisse des letzten Jahres bekannt.

Positives Jahresergebnis 2012 der CA Immobilien Anlagen AG

Bereits gestern wurden die aktuellen Zahlen auf der Website von CA Immo veröffentlicht und diese zeigen insgesamt ein deutlich positives Ergebnis. So ist es dem österreichischen Unternehmen der Immobilienwirtschaft gelungen, die Mieterlöse im Jahr 2012 auf 280,9 Millionen Euro zu erhöhen. Gegenüber dem Vorjahr mit 265,5 Millionen Euro wurden somit 5,8% mehr an Einnahmen aus Vermietung von Immobilien erwirtschaftet. Das Nettomietergebnis nach Abzug der Bewirtschaftungskosten stieg im letzten Jahr sogar um rund 7,9% von 227,1 auf 245 Millionen Euro.

Auch aus Verkäufen von Liegenschaften konnte das Unternehmen einige Gewinne mitnehmen. Diese belaufen sich auf rund 37,5 Millionen Euro, was allerdings einen Rückgang von 15,3 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Dieser sei unter anderem auch auf einige Neubewertungen diverser osteuropäischer Immobilien zurückzuführen. Während zahlreiche Immobilien in Deutschland und Österreich eine Aufwertung erfuhren, mussten in Osteuropa Abwertungen von mehr als 56 Millionen Euro hingenommen werden. Die Haupteinnahmen im Verkauf stammten aus dem Verkauf diverser unbebauter Liegenschaften in Deutschland sowie aus Anteilsverkäufen wie 50% am Warsaw Financial Center im polnischen Warschau.

Insgesamt beträgt die Nettoverschuldung der Gruppe 3,1 Milliarden Euro, der ein Immobilienvermögen von rund 5,3 Milliarden Euro gegenübersteht. Die Eigenkapitalquote der CA Immo lag zum Berichtsstichtag bei 31% und der aktuelle Aktienkurs zum heutigen Börsenstart bei 10,79 Euro. Die Gesellschaft schlägt der Hauptversammlung eine Dividendenausschüttung von 38 Cent je Aktie vor.

Ausblick auf das Geschäftsjahr 2013 noch nicht völlig klar

Das insgesamt positive Ergebnis der CA Immo zeigt, dass die vom Unternehmen verfolgte Strategie zu funktionieren scheint, jedoch noch einige Unwägbarkeiten offen lässt. Dies liegt vor allem daran, dass die derzeitigen Mieteinnahmen und die Einnahmen aus Neuvermietungen die Verminderung der Mieterlöse, die durch Immobilienverkäufe verursacht werden, nicht komplett auffangen können und der Verkauf einiger Großimmobilien noch nicht vollständig in trockenen Tüchern sei. Die Erlöse aus den Verkäufen sollen hauptsächlich zum weiteren Schuldenabbau genutzt werden, gleichzeitig sind aber auch in diesem Jahr 220 Millionen Euro für Investitionen vorgesehen. Diese erfolgen weiterhin in den bereits stark frequentierten Märkten in Deutschland und Osteuropa. Allein 45 % des Immobilienvermögens der CA Immo liegen in Deutschland, dazu gehören beispielsweise Liegenschaften wie der Frankfurt Bürohochhaus Tower oder Immobilien am Berliner Hauptbahnhof. 14% befinden sich in Österreich und der Rest ist auf zahlreiche Standorte in Osteuropa verstreut. Dazu gehören unter anderem das erwähnte Warsaw Financial Center und das Großprojekt AIRPORTCITY St. Petersburg, das seit Ende Februar 2013 voll vermietet ist.

Alles in allem blickt die CA Immo auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2012 zurück und auch der Ausblick sieht insgesamt freundlich aus, so dass CA Immo Aktien bei vielen Analysten durchaus als Kaufempfehlung gelten.

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