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CDU-Innenexperte verteidigt Fortsetzung von Grenzkontrollen

Der CDU-Innenexperte Armin Schuster hat die anhaltenden deutschen Grenzkontrollen im Zuge der Coronakrise verteidigt. "Ich unterstütze ausdrücklich den Kurs des Bundesinnenministeriums", sagte Schuster den Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland" (Mittwochsausgaben). Man solle die Grenzkontrollen "nicht sofort beenden, weil das nicht synchron laufen würde zu den inländischen Lockerungen", so der CDU-Bundestagsabgeordnete weiter.

Außerdem behielten andere Länder ihre Grenzkontrollen ebenfalls bei. "Würden wir die Kontrollen komplett aufheben, wäre es Gesundheitsämtern in bestimmten Landkreisen nicht mehr möglich, Infektionsketten nachzuvollziehen", sagte Schuster. Er sprach sich auch für die Fortführung der Quarantäne-Regelung aus: "Wir sollten Menschen, die sich länger als 48 Stunden im Ausland aufgehalten haben oder Drittstaatler weiter in Quarantäne schicken. Diese Regelung sollten wir nicht lockern", so der CDU-Politiker weiter. So weit sei man noch nicht. Schuster plädierte stattdessen dafür, "mehr Grenzübergänge als jetzt zu öffnen und all jene ein- und ausreisen zu lassen, die in Grenzgebieten leben. An dem Regler kann man drehen". Zuvor hatten sich mehrere Mitglieder der Unionsfraktion im Bundestag sowie der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) für ein Ende der Grenzkontrollen ausgesprochen. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) führe derzeit Gespräche mit Vertretern der 16 Bundesländer und europäischen Partnern, sagte Schuster den Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland". Wie es nach dem 15. Mai mit den Grenzkontrollen weitergehe, darüber werde das Corona-Kabinett am Donnerstag auf Empfehlung Seehofers entscheiden.

Foto: Grenzpfosten, über dts Nachrichtenagentur

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