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CDU rügt Linke für Chávez-Nachruf


Berlin - Die Linkspartei ist mit ihren Würdigungen für den gestorbenen Präsidenten von Venezuela, Hugo Chávez, auf scharfe Kritik gestoßen: "Angesichts der Bruderschaft von Chávez mit Ahmadinedschad und seiner gepflegten Feindschaft gegenüber den USA ist die hymnische Würdigung durch die Linksfraktion schon bemerkenswert", sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Ruprecht Polenz (CDU), der "Süddeutschen Zeitung". Chávez hatte herzliche Beziehungen zum iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad unterhalten. "Mit Hugo Chávez verlieren Venezuela, Lateinamerika und die Linke in aller Welt einen unerschrockenen Verfechter für eine neue, gerechtere Welt", heißt es in einer Erklärung, die die Vorsitzenden der Linkspartei, Katja Kipping und Bernd Riexinger sowie der Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, Gregor Gysi, gemeinsam herausgegeben hatten.

Es sei "ihm vor allem um die Einbeziehung der bis dahin recht- und besitzlosen Bevölkerungsmehrheit" gegangen. "Bei aller Würdigung der Subvention der Armen in Venezuela darf nicht übersehen werden, dass Chávez die Wirtschaft des Landes nicht wirklich voran gebracht hat, nicht zuletzt, weil er dem sozialistischen Gesellschaftsmodell verhaftet war", kritisierte Polenz. Ihn erinnere die Erklärung an "die Huldigung zu Fidel Castros rundem Geburtstag." Die früheren Vorsitzenden der Linken, Gesine Lötzsch und Klaus Ernst, waren wegen eines Glückwunschschreibens an Castro 2011 in die Kritik geraten.

Foto: Hugo Chávez, über dts Nachrichtenagentur



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