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Chipmangel in Autoindustrie könnte 35 Milliarden Euro kosten

Der Mangel an Halbleitern in der Automobilindustrie belastet wohl das Wirtschaftswachstum in Deutschland. Die deutsche Wirtschaft werde sich in den nächsten Monaten zwar deutlich erholen, sagte Commerzbank-Ökonom Ralph Solveen der „Welt am Sonntag“. Für die Automobilindustrie gelte das aber nicht.

„Hier wird die Produktion aufgrund des Chipmangels in diesem Jahr deutlich zurückgehen. Nimmt man das Vorkrisenniveau zum Maßstab, würde dies das Bruttoinlandsprodukt für sich genommen um ein Prozent drücken. Umgerechnet wären das 35 Milliarden Euro, die uns der Chipmangel kosten würde.“ Weltweit wird der Halbleiter-Mangel in diesem Jahr zu einem Produktionsausfall von 5,2 Millionen Fahrzeugen führen, zeigt eine Prognose des Center Automotive Research von Ferdinand Dudenhöffer, über die die „Welt am Sonntag“ berichtet. Er erwartet für das gesamte Jahrzehnt Lieferprobleme in der Automobilproduktion. Der Markt werde „durch zwei Engpassfaktoren“ bis zum Jahr 2030 charakterisiert. „Einerseits die Halbleiterknappheit, die sich bis zum Beginn des Jahres 2023 auswirkt, und anschließend ein wichtiges Batteriezellen-Verfügbarkeitsproblem.“ Besonders gravierend werde der Engpass im Jahr 2026: Für dieses Jahr sagte der Autoexperte eine weltweite Nachfrage von 90 Millionen Pkw voraus, die Hersteller könnten dann aber aufgrund der Batterie-Knappheit nur 85,6 Millionen Autos herstellen. (dts Nachrichtenagentur)

Foto: Parkende Autos in einer Straße, über dts Nachrichtenagentur

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