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Chirurgen wollen nur noch sechs Elite-Kliniken für Transplantationen

Berlin – Nach den Skandalen um Manipulationen bei der Vergabe von Organen planen führende Chirurgen eine radikale Strukturreform der deutschen Transplantationsmedizin. Der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie, Karl-Walter Jauch, sagte dem Nachrichtenmagazin „Focus“, anstelle von 47 Kliniken mit unterschiedlichen Schwerpunkten sollten sich in Zukunft nur sechs „übergeordnete Zentren“ um die gesamte Verpflanzungsmedizin kümmern. Weitere Krankenhäuser könnten sich auf einzelne Organe spezialisieren, so der Klinikleiter von der Ludwig Maximilians-Universität (LMU) in München.

Jauch nannte in „Focus“ als künftige Kompetenzzentren außer der LMU die Universitätskliniken in Essen, Heidelberg, Hamburg und Hannover sowie die Berliner Charité. Gleichzeitig müsste sich die Art der Bezahlung ändern, forderte Jauch in „Focus“. „Uns schweben Basispreise vor, die den Klinken keinen so großen Anreiz wie heute bieten, diese Eingriffe durchzuführen.“

Foto: Arzt bei einer Operation, über dts Nachrichtenagentur

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